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CeBIT 2013 CeBIT zeigt Smartphone Apps, die das Leben leichter machen
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21:31 05.03.2013
Kleiner Alltagshelfer: Auch Apps, die Zusatzinformationen zu Supermarktprodukten zeigen, gibt es. Quelle: dpa
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Hannover

Man müsse nur den Anweisungen des „Stress Managers“ folgen. Der Charme der App: Sie konzentriert sich auf eine spezielle Anwendung im Netz, startet schnell und erspart das Hantieren mit Browser und Links. Die Kombizange des Digitalzeitalters kann fast alles:

Im Haus

Soll das Haus schon mal von unterwegs vorgeheizt werden, hilft die App tado°, geht es um Elektrik, passt die App digitalStrom: Die Wiener Firma Q-Gate hat einen Stecker entwickelt, der zwischen ein elektrisches Gerät und die Steckdose geschaltet wird. Er verbindet sich mit dem Internet und kann dann über das Smartphone gesteuert werden. „So können Eltern zum Beispiel über ihr Smartphone bestimmen, wie lange ihre Kinder Fernsehen dürfen, wenn sie mal nicht da sind“, erklärt Mitarbeiterin Karin Swoboda. Insgesamt gibt es 20 verschiedene Anwendungen für den Stecker, der inklusive der ständigen Internetverbindung 249 Euro kostet. Am Kühlschrank übermittelt der Stecker den aktuellen Stromverbrauch – ausschalten wäre möglich, empfiehlt sich aber weniger.

Mobilität

Die Kombination aus App und GPS-Ortung macht Carsharing erst komfortabel. Die Buchung ist kinderleicht, das Ortungssystem führt den Kunden zum nächsten freien Fahrzeug. Autokonzerne wie VW und Daimler investieren viel in dieses Geschäft, es soll letztlich das Elektroauto alltagstauglich machen. Carzapp aus Berlin tickt anders. Das gerade gegründete Unternehmen will jeden Autobesitzer zum Verleiher machen. Die Plattform bringt Besitzer und Nutzer von Autos zusammen, dafür behält die Firma einen Teil der Miete als Provision ein. Im Start-up-Wettbewerb code_n (Halle 16) ist auch DeinBus.de dabei: Die Plattform bringt Busreisende mit gleichem Ziel zusammen, die Plattform flinc vermittelt Mitfahrgelegenheiten.

Im Büro

Man müsste schnell mal etwas ausdrucken – und kann es mit dem Smartphone nicht. Ezeep stellt die Verbindung zum Drucker her, sofern er neztwerkfähig ist. So können E-Mails oder Dokumente, die auf dem Smartphone oder Tablet gespeichert sind, ausgedruckt werden. „Der Mitarbeiter kann den Druckauftrag im Grunde irgendwo auf der Welt geben“, sagt Marian Zange, einer der Entwickler. Er kann sich das auch mit öffentlichen Druckern in Flughäfen, Bibliotheken oder Hotels vorstellen. Ezeep hat sogar schon ein mögliches Bezahlsystem für die Ausdrucke integriert, das junge Berliner Unternehmen bietet seine App seit Ende 2011 an. Ebenfalls eher im Büro als Zuhause dürfte die App Share-Key des Fraunhofer Instituts genutzt werden. Sie macht Smartphones zu Türöffnern für Autos, Hotelzimmer und Büros. Die Zugangsrechte für die Türen können per E-Mail oder SMS verschickt und zeitlich begrenzt werden.

Gesundheit

Smartphones stehen bisher eher im Ruf, Stress zu verursachen. Die Stress Manager App der Deutschen Telekom soll ihn vermindern. „Das Smartphone erkennt anhand der Stimmfrequenz, ob der Nutzer gestresst ist“, erklärt Stefanie Eichner, stellvertretende Geschäftsführerin der Firma Feingold Technologies, die das Programm für die Telekom entwickelt hat. Wie das geht? Die Stress Manager App unterscheidet nach der Stimmanalyse acht verschiedene Stressniveaus. Verärgerung, Unruhe, Besorgnis – angeblich erkennt sie alles, da helfe auch keine verstellte Stimme. Anschließend schickt die App praktische Übungen zur Stressbewältigung auf das Smartphone. Dem Wohlbefinden sollen auch die Gesundheits-Apps der Krankenkasse AOK dienen. Es gibt zum Beispiel den „Gesundheitscoach“, der bei der gesunden Ernährung hilft und zeigt, wie aktiv der Nutzer ist – vielleicht lässt er sich ja leichter überlisten als der Stressmanager.

Industrie

Im Unternehmen läuft längst alles computergestützt, vom Einkauf über die Lagerung bis zu Buchhaltung und Controlling. Seit Manager den App-Komfort vom privaten Smartphone gewöhnt sind, halten hier aber neue Standards Einzug. Die Firma Abas hat zum Beispiel Apps für die Bereiche Service, Ein- und Verkauf entwickelt. „Servicemitarbeiter einer Firma können so zum Beispiel mit dem Smartphone ihren Einsatzplan abrufen, sie bekommen die Kontaktdaten und die Adresse des Kunden vom Büro übermittelt“, sagt Produktmanager Daniel Rau. „Wenn zum Beispiel ein Gerät gewartet werden muss, bekommt der Außendienstmitarbeiter die Seriennummer mitgeteilt, genauso wie die Wartungsintervalle und die bisherigen Reparaturen.“ Zum Abschluss könne der Kunde direkt auf dem Smartphone die Bearbeitung des Auftrags unterschreiben.

Anne Grüneberg

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