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Kräftige Kursgewinne

EU-Rettungsschirm treibt Euro und Dax in die Höhe


Der Euro ist wieder auf Erholungskurs: Nach der Bekanntgabe des gigantischen EU-Rettungsschirms über 750 Milliarden Euro legte die Gemeinschaftswährung zu. Der Deutsche Aktienindex Dax schoss um vier Prozent in die Höhe.
Der unter starken Druck geratene Euro konnte zum Wochenbeginn an den Devisenmärkten kräftig zulegen und kostete zuletzt wieder mehr als 1,30 Dollar.

Der unter starken Druck geratene Euro konnte zum Wochenbeginn an den Devisenmärkten kräftig zulegen und kostete zuletzt wieder mehr als 1,30 Dollar.

© dpa

Die Aktienmärkte haben weltweit mit Kurssprüngen auf das 750 Milliarden Euro schwere Auffangnetz für die Eurozone reagiert. In Deutschland stieg der Leitindex Dax um mehr als vier Prozent und näherte sich wieder der Marke von 6000 Punkten. Ähnlich sah es an den anderen Börsenplätzen Europas aus. Auch in Tokio sprang der Nikkei an und in den Vereinigten Staaten stiegen die Futures auf die Indizes deutlich. Der EuroStoxx 50, der die wichtigsten europäischen Titel enthält, kletterte zeitweilig sogar um 7,7 Prozent. Damit konnten die Aktienmärkte ihre Verluste aus der vergangenen Woche reduzieren. Zu den größten Gewinnern gehörten Bankaktien, die am meisten von dem Rettungspaket profitieren.

Auch der unter starken Druck geratene Euro konnte zum Wochenbeginn an den Devisenmärkten kräftig zulegen und kostete zuletzt wieder mehr als 1,30 Dollar. Ende vergangener Woche hatte er zeitweise noch weniger als 1,26 Dollar notierte. EU-Währungskommissar Olli Rehn hatte bei den Beratungen zum beispiellosen Rettungspaket für kriselnde Euro-Mitglieder erklärt: „Das zeigt, dass wir den Euro verteidigen werden, koste es, was es wolle.“

„Die Einigung auf ein bis zu 750 Milliarden Euro schweres Auffangpaket für die Staaten der Eurozone bringt spürbare Erleichterung in den Markt“, sagte Patrick Pflüger von IG Markets. Aktien der Deutschen Bank stiegen um bis zu zwölf Prozent auf 51,46 Euro, Commerzbank-Titel legten rund zehn Prozent auf 6,28 Euro zu. In Madrid und Paris stiegen Papiere der zuletzt arg gebeutelten spanischen und französischen Banken teils um bis zu 20 Prozent.

Die europäischen Regierungschef haben nach Einschätzung der HSBC- Experten mit ihrem Rettungspaket endlich den Ernst der Lage erkannt. Noch wichtiger sei aber, dass die Europäische Zentralbank (EZB) wie schon in der Finanzkrise erneut den Markt mit Geld flutet. Neben dem Rettungspaket und den EZB-Schritten wurden auch die zum Wochenauftakt vorgelegten Zahlen positiv aufgenommen. Aktien des Bauunternehmens Bilfinger Berger und des Autozulieferer ElringKlinger legten um bis zu knapp zehn Prozent zu.

Paris, London, Madrid, Zürich, Wien - durchweg schossen die Kurse am Montag an den europäischen Börsen nach oben. Der Leitindex Cac 40 in Paris stieg zeitweilig um 5,99 Prozent auf 3995,85 Punkte. Der britische FTSE 100 in London rückte um 3,57 Prozent auf 5305,88 Punkte vor. Titel von Fluggesellschaften wie Air France-KLM und British Airways konnten ungeachtet der erneuten Probleme im europäischen Flugverkehr durch die Asche aus dem Eyjafjallajökull- Gletscher deutlich zulegen.

Auch in Paris profitierten vor allem Finanzwerte vom Euro- Auffangnetz: So schossen Credit Agricole um 18,76 Prozent auf 10,760 Euro hoch, Société Générale gewannen 17,67 Prozent auf 38,560 Euro. Die Wiener Börse reagierte mit einem Kurssprung von mehr als 8 Prozent in den ersten anderthalb Stunden. Auch in Zürich waren Banken- und Versicherungstitel unter den größten Gewinnern zu finden.

Asiens Leitbörse in Tokio hatte zuvor ebenfalls fest geschlossen. Zum Handelsschluss notierte der Nikkei-Index für 225 führende Werte einen deutlichen Gewinn von 166,11 Punkten oder 1,60 Prozent beim Stand von 10 530,70 Punkten. Der breit gefasste Topix stieg um 12,90 Punkte oder 1,38 Prozent auf 944,64 Zähler.

dpa

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  • Unglaublich... Volker Rockel – 10.05.10
    Meldung der RP-Online v. 10.05.2010 "Bis zu 150 Milliarden Euro für Rettungsschirm, Deutschland droht deutlich höherer Anteil".- Da bleibt mir nur noch persönlich festzustellen:

    Wir werden als Bürger von der Regierung Merkel inzwischen nicht nur nach Strich und Faden verarscht, sondern diese Regierung Merkel verzockt und verramscht die Zukunftsfähigkeit unseres Staates!


    Offensichtlich hat die Regierung Merkel vergessen, wer in diesem Land der Souverän ist und wem die Regierung zu dienen hat!?- Deshalb noch einmal der deutliche Hinweis nach Berlin: "Wir sind das Volk!"
  • Spekulationswette auf den Euro Leerverkauf – 10.05.10
    Aufgrund der Aufforderung der USA (Präsident Obama), ist dieser Notwehrplan der EU eingerichtet worden, so Jürgen Trittin.
  • Rettungsringe fpr die €-Titanic Wolfhart – 10.05.10
    Im Wert von 750 Mrd. Euro werden nunmehr Rettungsboote und -ringe auf dem Vergnügungsdampfer "€-Titanic" bereit gelegt: natürlich nur für die Passagier der 1. und 2. Klasse - d.h. für Finanzinvestoren und Aktionäre.

    Für die Reisenden der 3. Klasse, den steuerpflichtigen Normalos mit Sparbuch-Rücklagen, bleibt nur die Aussicht auf die stimmungsvollen Schlussakkorde der Bordkapelle, wenn sich der Bug der "€-Titanic" Richtung Tiefe neigt.

    Als Gipfel des Zynismus wurde von Frau Homberger/FDP eine Finanztransaktionssteuer mit >Rücksicht auf die Sparer< abgelehnt. Das kommt den Versuch gleich, den Passagieren der 3. Klasse Noten+Liedertexte für die schwungvolle musikalische Begleitung der Bordkapelle zu überreichen.

    Ein dreifach Hoch der christlich (-demokratischen) Seefahrt !!!
  • Die Dimension der Krise Leerverkauf – 10.05.10
    Alle Banken- und Versicherungswerte am Aktienmarkt sind heute im deutlichen „Plus“, nachdem das Regelwerk der EU in einer ad hoc Aktion über Bord geworfen worden ist (eine Art Länderfinanzausgleich). Jetzt geht es aber um das Problem der Verschuldung der Staaten und da folgen jetzt die Konsolidierungsprogramme. Sparen, sparen, kein Geld für nichts. Nach der Bankenkrise und Wirtschaftskrise, könnte eine Staatskrise (handlungsunfähiger Staat) eintreten mit verheerenden sozialen Verwerfungen. Stichwort: Finanzierungslasten- oder wer zahlt die Zeche?

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