Navigation:
HAZ-Shop AboPlus Online-ServiceCenter
Finanzkrise

Neue Streiks gegen Sparmaßnahmen in Griechenland


Die griechischen Gewerkschaften machen weiter mobil gegen die geplanten drastischen Sparmaßnahmen. Am Samstag wurden die Bahn und die Fähren bestreikt. Zudem behandelten die Ärzte in staatlichen Krankenhäuser nur Notfälle.
Die Gewerkschaften in Griechenland haben zu 1. Mai-Demonstrationen aufgerufen. Beobachter befürchteten, dass es dabei zu Ausschreitungen kommen könnte - bereits bei einer Demonstration am Donnerstagabend war es Krawallen gekommen.

Die Gewerkschaften in Griechenland haben zu 1. Mai-Demonstrationen aufgerufen. Beobachter befürchteten, dass es dabei zu Ausschreitungen kommen könnte - bereits bei einer Demonstration am Donnerstagabend war es Krawallen gekommen.

© dpa (Archiv)

Für den Mittag haben die Gewerkschaften zu 1. Mai-Demonstrationen im Zentrum Athens und anderer Städte aufgerufen. Beobachter befürchteten, dass es dabei zu Ausschreitungen kommen könnte, da auch gewaltbereite Autonome an den Protesten teilnehmen wollten.

Das massive Sparprogramm der Regierung soll spätestens am Sonntag bekanntgegeben werden. Seine Grundrisse: Die Gehälter im staatlichen Sektor sollen eingefroren werden. Das 13. und 14. Monatsgehalt soll komplett wegfallen. Das durchschnittliche Rentenalter soll von 61,3 auf 63,4 Jahre steigen. Die Mehrwertsteuer soll von 21 auf möglicherweise 23 oder sogar 25 Prozent klettern. Auch die Steuern auf Tabak, Spirituosen und Kraftstoff sollen steigen.

Experten befürchten wachsenden Widerstand in der Bevölkerung. Vor allem die zunftartigen Gewerkschaften des breiteren staatlichen Bereichs und die kleineren kommunistischen Gewerkschaften proben den Aufstand. Sie planen am 5. Mai das Land mit weitreichenden Streiks lahmzulegen. Vom Montag an wollen die Lehrer jeden Tag vier Stunden streiken. Industrielle und Händler sind besorgt, dass diese Maßnahmen den Markt abwürgen und zu einer dramatischen Depression führen könnte.

Die Griechen müssen in den kommenden drei Jahren eine Herkules-Aufgabe stemmen. Insgesamt muss das elf Millionen Menschen zählende Land 24 Milliarden Euro sparen. Das sieht die Einigung mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Europäischen Union (EU) nach bisherigen Informationen vor. Nur so kann Athen auf die Kredithilfen des IWF und der Euro-Länder in Höhe von voraussichtlich rund 120 Milliarden Euro über drei Jahre hoffen

dpa

Nächster Artikel
Nächster Artikel
Vorheriger Artikel
Voriger Artikel
  • Eine Frage bleibt.... RCA – 02.05.10
    ...wie und in welcher Form werden die gewährten Kredite zurückbezahlt ?

    Antworten erbeten ?
  • Schuldenkrise Z. Wille – 01.05.10
    Das Land ist offensichtlich pleite. Trotzdem demonstrieren so viele Einwohner gegen Sparmaßnahmen.
    Die Leute sind wie im Rausch.
    Daher bringt es auch nichts wenn andere Staaten (damit die Steuerzahler) noch so viele Mil. Euro in diesen Schuldenozean pumpen.
    Schießen Sie das Geld lieber auf den Mars, dort fällt es eher auf fruchtbaren Boden.

Meistgelesene Wirtschaft-Artikel

Anzeige

Das Krisen-ABC

Aktienkurse regionaler Unternehmen

CEWE COLOR... 31,12 +2,37%
CONTINENTAL 66,73 -1,40%
DELTICOM 59,83 +1,01%
HANNO. RÜCK 44,20 +0,94%
KWS SAAT 184,20 -0,22%
SALZGITTER 34,68 -2,60%
SARTORIUS AG 49,40 -0,44%
SYMRISE 23,07 +0,48%
TUI 4,67 -0,38%
VOLKSWAGEN VZ 128,55 +0,59%
DAX
DAX 6.313,00 -0,05%
TecDAX 751,25 -0,08%
EUR/USD 1,2517 -0,03%

Quelle: Deutsche Bank / Realtime Indikation

Aktien Tops & Flops

SIEMENS 68,60 +2,42%
RWE 30,47 +2,18%
DT. BANK 29,40 +1,41%
DT. TELEKOM 8,18 -6,85%
THYSSENKRUPP 14,10 -2,79%
COMMERZBANK 1,38 -1,85%

Wertpapiersuche

Fonds Top Performer 3 Jahre

Fondsname FA Perf. 3J.
Amundi Fds Eq Thai AF 187,68%
Allianz RCM Thaila AF 172,55%
KEPLER Asset Backe RF 171,36%
Fidelity Thailand AF 152,35%
MS INVF US Propert AF 147,24%

mehr

Wechselkurse interaktiv

Anzeige


Top