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Nachrichten Wirtschaft Supermärkte kündigen Zusammenarbeit mit Schlachter
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17:20 09.11.2018
Geheime Aufnahmen des Deutschen Tierschutzbüros zeigen, unter welchen Umständen Rinder in dem Schlachthof getötet wurden. Quelle: Deutsches Tierschutzbüro
Berlin/Oldenburg

Immer mehr Händler reagieren auf die Anzeige, die das Deutsche Tierschutzbüro und das niedersächsische Agrarministerium gegen einen Schlachthof in Oldenburg, gestellt haben. Der Verein Deutsches Tierschutzbüro hatte heimlich Aufnahmen aus dem Betrieb gemacht und veröffentlicht, Supermärkte und auf Tierfutterhändler ziehen daraus Konsequenzen.

Die Handelsketten Norma, Lidl, Aldi Süd und Norma, der Edeka-Verbund und der Futterlieferant Landguth (beliefert unter anderem Fressnapf) zeigen sich geschockt über die aufgetauchten Bilder. Aldi Nord, Norma und Landguth haben laut eigenen Angaben ihre Lieferanten umgehend dazu aufgefordert, keine weiteren Waren mehr von dem angezeigten Betrieb zu beziehen. „Wir haben aufgrund der erschreckenden Vorwürfe, bis auf Weiteres die Zusammenarbeit mit dem Schlachthof eingestellt“, sagt Landguth-Geschäftsführer Alfred Saathoff.

Keine Ware mehr vom Schlachthof

Einige der Ketten wie Lidl Deutschland und Aldi Süd haben nach eigenen Aussagen keine Geschäftsbeziehung mit dem Schlachthof. Aldi-Süd hat jedoch entlang der Lieferkette Produkte ausfindig gemacht, „die möglicherweise aus Rindfleisch der Schlachterei bestehen“,sagt Sprecherin Anamaria Preuss. Beide Händler hätten ihre Lieferanten dazu aufgefordert, keine weiteren Waren von dem Betrieb aus Oldenburg zu beziehen. Laut dem Deutschen Tierschutzbüro sollen auch die Hit-Frische-Märkte aus Nordrhein-Westfalen keine Ware von dem Schlachter mehr bekommen. Zuvor hatten bereits die Bünting Gruppe und das Unternehmen Frosta ihre Aufträge gestoppt.

Von Tomma Petersen

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