Volltextsuche über das Angebot:

21 ° / 14 ° wolkig

Navigation:
Lufthansa kündigt Tarifvertrag

Neuer Konflikt droht Lufthansa kündigt Tarifvertrag

"Spiegel"-Bericht bestätigt: Ein "jahrzehntealter" Tarifvertrag bei der Lufthansa zum Kündigungsschutz für langjähriges Bodenpersonal sei gekündigt worden, sagte ein Unternehmenssprecher. Neue Konflikte zwischen Geschäftsführung und Gewerkschaft drohen. 

Voriger Artikel
Hannover Rück bleibt auf Kurs
Nächster Artikel
Sicherheitsbranche profitiert von Flüchtlingen

Nach der Kündigung eines jahrzehntealten Tarifvertrags droht bei der Lufthansa neuer Streit.

Quelle: Uwe Anspach

Köln. Damit solle der Weg für eine Neuverhandlung der Regelungen frei gemacht werden. Die Gewerkschaft Verdi reagierte abweisend.

33.000 Mitarbeiter betroffen

Der "Tarifvertrag Schutzabkommen Boden" sieht laut dem Sprecher besondere Regelungen vor für Mitarbeiter am Boden, die seit mindestens 15 Jahren bei Lufthansa sind. Wenn deren Stelle von einer Restrukturierung, also etwa der Schließung ihrer Abteilung, bedroht sei, müsse das Unternehmen drei Jahre lang versuchen, einen anderen Job im Konzern für sie zu finden. Erst danach könnte ihnen betriebsbedingt gekündigt werden. Laut "Spiegel" betrifft die Regelung rund 33.000 Mitarbeiter. Der Lufthansa-Sprecher sagte, die Unternehmensführung wolle die Regelungen "modernisieren". Die Betroffenen sollten qualifiziert werden für neue Jobs bei Lufthansa oder aber bei anderen Firmen. Der Sprecher verwies zugleich darauf, dass es im Lufthansa-Manteltarifvertrag generell besondere Kündigungsschutzklauseln für Mitarbeiter gebe, die mindestens 15 Jahre im Unternehmen sind.

Verdi-Verhandlungsführerin Christine Behle reagierte skeptisch auf die Kündigung des Tarifvertrags. "Warum sollten wir uns unser Recht auf besonderen Kündigungsschutz aus der Hand schlagen lassen?", fragte sie im Gespräch mit dem "Spiegel".

Im Hintergrund schwelt Streit um Sparkonzept "Wings"

Die Lufthansa befindet sich mit mehreren Gewerkschaften in einem langwierigen Tarifkonflikt, der in den vergangen Wochen und Monaten allerdings etwas an Schärfe verlor. Dabei geht es zwar vordergründig um Löhne und die umstrittene Übergangsversorgung für ältere Arbeitnehmer. Im Hintergrund schwelt aber immer auch der Streit um das Sparkonzept "Wings". Die Lufthansa bietet im Konkurrenzkampf mit den Wettbewerbern auf mehr Strecken Billigflüge an. Das Personal der günstigen Billigtochter Eurowings wird nicht nach den Lufthansa-Tarifen bezahlt, sondern schlechter.

afp

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Wirtschaft

Der Abgasskandal erschüttert den Volkswagen-Konzern. Lesen Sie hier alle Berichte und Hintergründe zur Diesel-Affäre. mehr

Aktienkurse regionaler Unternehmen

VOLKSWAGEN VZ 143,91 +0,07%
CONTINENTAL 214,49 -0,39%
TUI 14,89 -1,06%
SALZGITTER 41,13 +2,75%
HANNO. RÜCK 106,51 -0,63%
SYMRISE 64,86 +0,20%
TALANX AG NA... 34,14 -0,01%
SARTORIUS AG... 75,55 -10,01%
CEWE STIFT.KGAA... 79,67 -0,45%
DELTICOM 13,05 +2,06%
DAX
Chart
DAX 13.006,00 +0,02%
TecDAX 2.540,00 +0,01%
EUR/USD 1,1772 -0,22%

Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation

Aktien Tops & Flops

LUFTHANSA 25,36 +1,42%
DT. BANK 14,19 +1,21%
FRESENIUS... 70,25 +1,18%
LINDE 173,66 -1,37%
HEID. CEMENT 84,68 -1,16%
E.ON 9,93 -0,47%

Wertpapiersuche

Wechselkurse interaktiv

Weltkarte

Fonds Top Performer 3 Jahre

Fondsname FA Perf. 3J.
Structured Solutio AF 190,65%
Commodity Capital AF 149,78%
Apus Capital Reval AF 118,03%
Allianz Global Inv AF 116,31%
WSS-Europa AF 112,44%

mehr