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Beim Schenken an die Steuer denken

Geschenke vom Chef Beim Schenken an die Steuer denken

Weihnachtszeit ist Geschenkezeit, nicht nur im Freundes- und Familienkreis. Auch in vielen Unternehmen macht sich dann eine gewisse Großzügigkeit breit. Doch egal ob Chefs ihre Mitarbeiter beschenken oder Vertriebsmanager ihre Kunden – mehr als Kleinigkeiten sind rein steuerlich oft nicht drin. Eine Flasche Wein oder eine Packung Pralinen sind kein Problem.

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Bei mehr als 10 Euro wird es bei den 
Geschenken kompliziert. 

Quelle: dpa

Hannover. Der Fiskus wacht aber sorgsam darüber, dass die Geschenkpakete nicht zu dick werden. Schließlich will das Finanzamt bei den guten Gaben nicht der Angeschmierte sein. Das hört sich einfach an, doch die Einzelheiten sind, wie üblich in Steuersachen, höchst kompliziert.
So gelten Zuwendungen an Arbeitnehmer grundsätzlich als geldwerte Vorteile – der Empfänger muss sie versteuern, der Chef darf sie als Betriebsausgabe absetzen. Das gilt aber nur, wenn Geld aufs Konto fließt. Für „Sachzuwendungen“ zusätzlich zum Lohn – dazu gehören zum Beispiel auch Karten fürs Fußballspiel oder Einladungen zum Abendessen – hat der Gesetzgeber die Pauschalbesteuerung eingeführt. Die Firma führt einfach 30 Prozent vom Wert zuzüglich Soli und gegebenenfalls Kirchensteuer ans Finanzamt ab, für den Arbeitnehmer ist die Sache damit erledigt.

Anders sieht es jedoch aus, wenn das Geschenk einen persönlichen Anlass hat, zum Beispiel Geburtstag, Betriebsjubiläum oder Ähnliches. In diesem Fall bleiben „Aufmerksamkeiten“ völlig vom Zugriff des Finanzamtes verschont, wenn das Limit von 60 Euro eingehalten wird.
Bei Geschenken an Geschäftspartner gelten deutlich strengere Regeln. So darf der Lieferant seinem Kunden ein Geschenk bis zum Wert von 35 Euro netto unter den Baum legen und selbst als Betriebsausgabe absetzen. Eigentlich müsste der Beschenkte die Gabe nun als Einnahme versteuern – was die Freude mindern dürfte. Deshalb gibt es auch hier die Möglichkeit der Pauschalbesteuerung.

Aber Obacht: Es handelt sich auch um eine jährliche Freigrenze. Ein Euro mehr – und die Steuerfreiheit ist insgesamt futsch. Versandkosten und Verpackung gehen übrigens extra. Dies aber nur, wenn die Hülle nicht selbst besonders wertvoll ist.
Und dann verlangt der Fiskus auch noch eine ausgefeilte Geschenkbuchhaltung. So will er in jedem Fall wissen, wer der glückliche Beschenkte ist. Anonym bleibt das Geschenk nur, wenn es höchstens 10 Euro wert ist. Der Kugelschreiber oder Kalender gilt als Streuwerbeartikel – und interessiert das Finanzamt damit nicht. Wer es also einfach und steuergünstig haben will, sollte auch zu Weihnachten schön knickerig bleiben.     

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