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Architektur eines Gehirns Prof. Ashok Mahapatra: „Der Traum jedes jungen Neurochirurgen“

Interview Prof. Ashok Mahapatra: „Der Traum jedes jungen Neurochirurgen“

Prof. Ashok Mahapatra, geboren 1952, ist Direktor der Abteilung Nervenchirurgie des Neurowissenschaftlichen Zentrums im „All India Institute of Medical Science“, Neu Delhi.

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Prof. Ashok Mahapatra

Quelle: Handout

Wie haben Sie Prof. Madjid Samii kennengelernt?

Ich kenne Prof. Samii bereits seit 1981. Damals gab es in Neu Delhi einen internationalen Workshop für Mikroneuro-Chirurgie, und Prof. Samii hat drei Patienten operiert: eine Verletzung des Nervengeflechts an der Schulter, einen defekten Radialnerv am Arm und einen gutartigen Tumor im Innenohr. Ich war damals 29 Jahre alt und durfte Prof. Samii bei der Operation des Armgeflechts assistieren.

Bei welchen Gelegenheiten haben Sie Prof. Samii in den folgenden Jahren getroffen?

Vor allem bei sehr vielen Kongressen in aller Welt. Beispielsweise 1992 bei der internationalen Konferenz für Schädelbasis-Chirurgie in Hannover. Ich hatte damals gerade fünf Jahre zuvor eine Klinik für Schädelbasis-Chirurgie an unserem Institut eröffnet.

Gibt es ein Treffen, an das Sie sich besonders erinnern?

Natürlich. Da gibt es mehrere. Eine ganz wundervolle Erfahrung war der Weltkongress für Neurochirurgie in Amsterdam im Jahr 1997. Prof. Samii hielt damals eine Vorlesung über „Neurochirurgie im 21. Jahrhundert“. Wie gewöhnlich war es ein wunderbarer Vortrag – und er hat uns Kollegen die Augen geöffnet. Damals hat Prof. Samii auch seine Vision eines Internationalen Neurochirurgie-Institutes in Hannover angesprochen.

Haben Sie aktuell gemeinsame Projekte?

Zuletzt war Prof. Samii im Februar dieses Jahres bei uns in Indien anlässlich des 12. Mikroneurochirurgischen Workshops am AIIMS-Institut zu Gast. Er hielt ein interaktives Seminar mit 60 bis 70 Nachwuchsmedizinern. Nach dem von ihm gezeigten Video und mehreren illustrierten Vorträgen gab es Hunderte von Fragen. Es war faszinierend zu sehen, wie Prof. Samii all diese Fragen allein aus seiner reichen Erfahrung heraus beantworten konnte. Außerdem war es wundervoll für mich zu sehen, was für ein Energielevel er in seinem Alter hat – während er drei Tage nahm er kaum einmal ein Mittagessen ein. Außer ein paar Tassen Kaffee und einigen Kekse hat er mittags praktisch nichts zu sich genommen.

Was bedeutet die Kooperation mit Prof. Samii für Sie und Ihre Kollegen?

Wir haben das Glück, dass wir mit Prof. Samii bereits über drei Dekaden hinweg zusammenarbeiten können. Ihn zu treffen, ist der Traum jedes jungen Neurochirurgen. Wenn ich ihn getroffen habe, habe ich mich immer heimisch und geachtet gefühlt und dabei die Tatsache vergessen, dass ich mit einer Person zusammen bin, die der Neurochirurg des Jahrtausends sein könnte, wenn nicht mehr.

Interview: Nicola Zellmer

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Manche Träume brauchen eine lange Zeit, ehe sie wahr werden. Da macht es keinen Unterschied, ob jemand ein kleiner Angestellter ist oder als renommierter Gehirnchirurg arbeitet. Den Unterschied machen die Träume selbst.

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