Geburten: In der Region Hannover kamen im Jahr 2007 genau 9749 Kinder zur Welt. Die neun hannoverschen Kliniken zählten 9843 Geburten. Grund der Differenz: Nicht jedes Kind, das in einem hiesigen Krankenhaus zur Welt kam, wohnt auch in der Region.
Kliniken: Die Geburtsabteilungen sind nach dem Grad ihrer Spezialisierung in drei Kategorien eingeteilt. Kliniken mit Geburtshilfe, Kliniken mit neonatologischem Schwerpunkt (Geburtsklinik mit Kinderklinik im Haus/Klinikum Neustadt am Rübenberge) und Perinatalzentren (hoch spezialisierte Geburtskliniken, die Frühchen und lebensbedrohlich kranke Babys versorgen). Von Letzterem gibt es in der Region Hannover zwei: das Perinatalzentrum Hannover-Kirchrode, in dem die Frauenklinik der Henriettenstiftung und das Kinderkrankenhaus auf der Bult zusammenarbeiten, sowie das Perinatalzentrum der Medizinischen Hochschule Hannover.
Risikoschwangerschaft: Etwa 65 Prozent der Frauen (6177 von insgesamt 9837 Frauen), die in den hannoverschen Kliniken im Jahr 2007 ein Kind oder mehrere Kinder zur Welt brachten, gingen als Risikoschwangerschaften in die Statistik ein. Als Schwangerschaftsrisiken gelten etwa Mehrlingsschwangerschaften oder eine vorzeitige Wehentätigkeit; aber auch Infektionen, Bluthochdruck oder eine Schwangerschaftsdiabetes. Weitere Risiken sind unter anderem: starkes Über- gewicht, Alkohol- oder Nikotinmissbrauch, dauerhafte Medikamenteneinnahme, starke psychische oder soziale Belastungen.
Mehrlingsschwangerschaften: Bei insgesamt 181 Geburten im Jahr 2007 kamen oder Zwillinge Drillinge zur Welt. Das sind etwa 1,8 Prozent aller Geburten. Bundesweit lag die Quote bei 1,7 Prozent.
Kaiserschnitt: Etwa jedes vierte Kind kam 2007 in den hannoverschen Kliniken per Kaiserschnitt (2732 Entbindungen) zur Welt – am häufigsten in der MHH und in der Henriettenstiftung. Beide Kliniken sind auf Risikogeburten spezialisiert. Hannover liegt im Trend: Bundesweit stieg der Anteil der Entbindungen per Kaiserschnitt 2007 auf 29,3 Prozent. Zehn Jahre zuvor lag die Quote noch bei 18,5 Prozent.
Personal: An allen Geburtskliniken ist ein Anästhesist rund um die Uhr in Bereitschaft. Ein Facharzt für Geburtshilfe ist dagegen nicht überall 24 Stunden im Haus. In der Regel arbeiten überall zwei Hebammen pro Schicht. Eine durchgängige Betreuung durch eine Hebamme wie in Gehrden ist eher die Ausnahme. In der Frauenklinik Nordstadt sind zusätzlich Hebammenschülerinnen auf der Station.
Hausgeburten: Etwa zwei bis drei Prozent aller Schwangeren entscheiden sich für eine Hausgeburt. Auch in der Region Hannover gibt es Hebammen, die sich darauf spezialisiert haben, dass Frauen ihr Kind im eigenen Bett zur Welt bringen können. Auf den Webseiten des Hebammenverbands Niedersachsen finden sich Kontaktinformationen (www.hebammen-niedersachsen.de).
Ambulante Geburt: Alle Kliniken in der Region Hannover bieten ambulante Geburten an. Am Klinikum Robert-Koch in Gehrden ist auch eine von einer Hebamme geleitete Geburt möglich. Zwei zusätzliche Hebammen bieten Belegbetten an.
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