Früher war Klaus Heilschen gerne beim Sport. Bis vor einigen Jahren hat der 60-Jährige beispielsweise noch aktiv Sportbowling betrieben. „Doch seit 2000 bekam ich Probleme wegen meiner Arthrose im Hüftgelenk“, erzählt der Laatzener Speditionskaufmann. Als Erstes wurde das Kreuzen der Beine schwierig, und Heilschen stieg aufs Fahrrad um. „Doch die Beeinträchtigung wurde im Laufe der Zeit immer stärker.“ Vor allem die rechte Hüfte konnte der Laatzener ohne Schmerztabletten kaum noch bewegen. Er lief immer steifer, konnte sich nicht mehr bücken und fing an zu humpeln.
„2006 hat mir mein Orthopäde dann gesagt, ich solle mich doch mal mit dem Gedanken an eine Operation anfreunden“, erinnert sich Heilschen. „Wenn ich schon nachts im Bett Schmerzen hätte, wäre es Zeit für ein neues Hüftgelenk.“ Um die bestgeeignete Klinik zu finden, hörte sich der 60-Jährige bei Bekannten und Ärzten um. Bei einem Vortrag im Agnes-Karll-Krankenhaus „wurde der Hüftgelenkersatz dann sehr gut erklärt“, und auch ein Nachbar hatte gute Erfahrungen in der Klinik gemacht.
Im Oktober 2008 war es dann so weit: Im Agnes-Karll-Krankenhaus bekam Heilschen nach den notwendigen Voruntersuchungen eine Kurzschaftprothese in das rechte Hüftgelenk eingesetzt. „Das ist alles prima gelaufen“, sagt er. „Nach neun Tagen war ich schon wieder zu Hause.“ Vor allem die Physiotherapie hat dem Laatzener gutgetan. „Wegen der Schmerzen und meiner Schonhaltung hatte ich schon ordentlich Muskeln abgebaut“, erklärt er. „Nach der Operation waren die Arthroseschmerzen im rechten Hüftgelenk sofort weg. Aber wenn man dann wieder anfängt zu trainieren, kriegt man einen ordentlichen Muskelkater“, sagt Heilschen lachend.
Inzwischen macht der 60-Jährige regelmäßig Wasserfunktionsgymnastik. „Es geht nichts über den Muskelaufbau“, sagt er. „Aber dafür muss man auch selbst etwas tun.“ Mit dem Training hat er seine Muskelkraft in beiden Beinen verbessert. Das hat ihm auch geholfen, als Ende Mai 2009 auch sein linkes Hüftgelenk im Agnes-Karll-Krankenhaus ersetzt wurde. „Dadurch kommt man doch schneller wieder auf die Beine“, sagt er. Deswegen ist ihm jetzt auch die langfristige Rehabilitation ein Anliegen. Und damit die Bewegungsübungen richtig Spaß machen, hat Heilschen schon das nächste Ziel vor Augen: „Ich will wieder Rad fahren können.“
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