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Techniker Krankenkasse

Versicherte bewerten Hannovers Kliniken

Von Nicola Zellmer

Für den neuen Klinikführer bewerteten TK-Versicherte die Qualität von 14 Häusern in der Region.

Hochglanzbroschüren helfen nur wenig: Wie gut ein Krankenhaus tatsächlich ist, weiß man normalerweise erst nach der Behandlung. Wer besonders viel Glück hat, kann jedoch seinen Nachbarn fragen, der den gleichen Eingriff schon zuvor durchgemacht hat. Den Wert einer solchen Empfehlung von Patienten für Patienten betont auch der aktuelle bundesweite Klinikführer der Techniker Krankenkasse (TK), der neben verständlich aufbereiteten Angaben aus den Qualitätsberichten der Kliniken die persönlichen Erfahrungen der TK-Versicherten enthält.

Spitzenreiter ist demnach in der Region Hannover das Diakoniekrankenhaus Annastift mit 85,9 Prozent zufriedenen Patienten, gefolgt vom Vinzenzkrankenhaus (82,6 Prozent), dem Klinikum Großburgwedel des Klinikums Region Hannover (80,1 Prozent), dem Diakoniekrankenhaus Friederikenstift und der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) mit jeweils 79,4 Prozent. Annastift und Vinzenzkrankenhaus gehören zudem zu den 16 Häusern in Niedersachsen, die von der Kasse ein Qualitätssiegel erhielten.

Wie bereits beim ersten Klinikführer im Sommer 2007 belegen auch diesmal vor allem konfessionelle Häuser wie das St. Marienstift Magdeburg (93,7 Prozent Patientenzufriedenheit) die vorderen Plätze - wobei die TK betont, dass ein derartiges Ranking eigentlich unzulässig sei, weil ja nur die Versicherten einer Kasse befragt wurden. Trotzdem lässt sich aus dem Vergleich ein Trend ableiten. Zumal viele der bundesweit mehr als 263 000 Befragten auch zusätzliche Angaben machten. Deutlich größer als vor zwei Jahren ist diesmal vor allem die Zahl der bewerteten Kliniken: Statt 200 wie 2007 sind es nun bundesweit 624. Mit dabei sind 24 Häuser aus der Region Hannover, für 14 davon liegen Werte zur Patientenzufriedenheit vor.

Für die genannten Kliniken ist der Vergleich im Klinikführer Bestätigung und Ansporn zugleich. „Wir sind sehr zufrieden mit dem Ergebnis“, sagt etwa Dieter Landmann, Vorsitzender der Geschäftsführung im Annastift. „Gerade in der Orthopädie, wo es oft um künstliche Gelenke geht, haben die Patienten eine hohe Erwartungshaltung. Wenn wir dem entsprechen können, ist das eine große Freude.“ Zudem kann das Diakoniekrankenhaus direkt ablesen, dass Neuerungen wie die vor einigen Jahren eingerichtete „Aufnahmestation“ gut angenommen werden. Dort erhalten die Patienten nach ihrer Ankunft ein Zimmer, wo sie die bevorstehende Behandlung mit dem Narkosearzt, dem Orthopäden und dem Chirurgen bereits durchsprechen können, bevor sie ein Bett auf „ihrer“ Station beziehen.

Für Jens Albrecht, ärztlicher Direktor des Vinzenzkrankenhauses, bestätigt die hohe Patientenzufriedenheit das Konzept seines Hauses. „Unsere Zielsetzung ist es, den Patienten insgesamt zu sehen“, sagt er. Dazu gehört beispielsweise eine psychosoziale Betreuung oder eine Überleitungspflege. Zudem lege man Wert auf einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess, sagt Albrecht. Dafür werden regelmäßig nicht nur Patienten, sondern auch Mitarbeiter befragt.

Ein ähnliches Konzept verfolgt das Klinikum der Region Hannover, das ebenfalls Fragebogen an Patienten und Mitarbeiter, aber auch an einweisende Ärzte schickt. Allein 2009 haben die Klinikumsmitarbeiter 22 000 Patienten angeschrieben. Die Befragung zur Patientenzufriedenheit, bei der die Regionskliniken recht unterschiedlich abschneiden, nimmt Medizin-Geschäftsführer Friedrich von Kries als „Ansporn für Veränderungen“. Während das Klinikum Großburgwedel erneut vorne liegt, landeten Oststadt-Heidehaus und das Krankenhaus Siloah auf den hinteren Plätzen. Angesichts der umfangreichen Bauarbeiten, in deren Zuge bis 2013 ein komplett neues Klinikum Siloah am Standort Linden entsteht, in das dann auch das Oststadtkrankenhaus integriert werden soll, verwundert dies allerdings nur wenig.

Positiv aufgenommen wurden die Ergebnisse des Klinikführers auch in der MHH, wo die TK-Versicherten sieben Fachabteilungen bewerteten. „Wir sind auf dem richtigen Weg und haben uns im Vergleich zum Vorjahr leicht verbessert“, sagte MHH-Sprecher Stefan Zorn. „Wir werden unsere Anstrengungen weiter verstärken, damit möglichst jeder Patient unser Haus zufrieden verlässt.“

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  • Kliniken Hannoveraner – 28.03.10
    Die Klinik am Kronsberg fehlt.
  • Kliniken in Hannover Hannoveraner – 28.03.10
    Die Klinik am Kronsberg fehlt.

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