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Funktionstraining

Aktiv gegen den Schmerz

Von Tatjana Riegler

Funktionstraining heißt das Zauberwort. Für chronisch Rheumakranke ist es ein wichtiger Baustein ihrer Gesundheitsvorsorge.
Ein Muss: Mit regelmäßiger Bewegung können Rheumatiker ihre Schmerzen lindern - auch mit Wassergymnastik.

Ein Muss: mit regelmäßiger Bewegung können Rheumatiker ihre Schmerzen lindern - auch mit Wassergymnastik.

© Frank Wilde

Funktionstraining verhindert, dass sich schmerzende Gelenke versteifen, Sehnen verkürzen, Muskeln verkümmern. Und es sorgt dafür, dass Erkrankte sich regelmäßig und ausreichend bewegen. Denn gerade Patienten mit rheumatoider Arthritis, Fibromyalgie, Morbus Bechterew, Polyarthrose, Osteoporose und anderen rheumatischen Erkrankungen meiden Sport, weil ihnen fast jede Bewegung zur Qual wird – dabei ist genau das Gegenteil richtig. Die Volksweisheit „Wer rastet, der rostet“ gilt für Rheumatiker besonders: Sie müssen körperlich aktiv sein.

Hier setzt das Funktionstraining an. Entwickelt hat das spezielle Bewegungsprogramm die Deutsche Rheuma-Liga; in Niedersachsen übernehmen die Krankenkassen die Kosten für die ein- bis zweimal wöchentlich stattfindenden Kurse mit Warmwasser- oder Trockengymnastik unter Anleitung geschulter Physiotherapeuten.

Die positiven Folgen dieser Therapie für Rheumatiker sind vielfältig belegt: Bewegung kann Schmerzen und Schwellungen günstig beeinflussen, die Schmerztoleranz steigen lassen sowie den Verlust von Gelenkfunktion, Muskelmasse und Beweglichkeit aufhalten oder zumindest verzögern. Dies passiert, weil körperliche Aktivitäten die Nährstoffversorgung in den Gelenken positiv beeinflussen, indem Gelenkflüssigkeit das empfindliche Knorpelgewebe bei jeder Bewegung durchspült. So erreichen die Nährstoffe alle notwendigen Stellen – und Abbauprodukte werden leichter abtransportiert. Zudem können dank des Funktionstrainings häufig Schmerzmedikamente reduziert werden, Operationen und Gelenkersatz wird vorgebeugt.

Auch andere Sportarten wie Schwimmen, Aquajogging, Radfahren, Walking und Skilanglauf bieten sich für Rheumatiker an. Diese sollten darauf achten, dass die Bewegung die Beschwerden nicht verstärkt, den Körper nicht überlastet und kein hohes Verletzungsrisiko birgt – Gelenkschutz ist das oberste Gebot. rie

Die Deutsche Rheuma-Liga informiert über das Funktionstraining auf ihrer Website www.rheuma-liga.de. In Niedersachsen bieten die örtlichen Arbeitsgemeinschaften des Landesverbandes Funktionstraining an. Informationen gibt es telefonisch unter (05 11) 1 33 74 und im Internet unter www.rheuma-liga-nds.de.

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