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Wissenschaft

Forscher: Insekten mögen keine Zebrastreifen


Das Streifenmuster dient den Zebras auch als Insektenschutz. Das haben Forscher aus Ungarn und Schweden nun mit einem skurrilen Experiment bestätigt.
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Forscher haben einen positiven Effekt von Zebrastreifen belegt. Sie vermuten, dass die Tiere sich durch ihr Fellmuster vor Insekten schützen. Foto: Fredrik von Erichsen

Cambridge. Die Frage, warum Zebras Streifen haben, wird seit Jahren viel diskutiert.

Das Team um Susanne Åkesson von der Universität Lund präsentiert seine Erkenntnisse im "Journal of Experimental Biology".

Bislang gingen Forscher davon aus, dass die Streifen im Fell Zebras vor Fressfeinden schützen - im flimmrigen Licht der afrikanischen Savanne oder in einer galoppierenden Herde sind einzelne Tiere kaum zu erkennen. Schon 1979 hatte der Wissenschaftler Jeffrey Waage die Theorie aufgestellt, dass die Streifen der Zebras es auch für Insekten schwierig machen, den Körper der Tiere zu erkennen. Belegt war bislang aber keine der Theorien.

Die Wissenschaftler prüften nun in verschiedenen Experimenten, wie Insekten auf Streifen reagieren. Sie reisten auf ungarische Pferde-Farmen und stellten dort schwarze, graue, weiße und gestreifte Plastikmodelle auf. Die Streifen waren zudem unterschiedlich breit und verschieden zueinander angeordnet.

Um herauszufinden, auf welchem Muster die blutsaugenden Bremsen am liebsten landen, bauten die Forscher Insekten-Fallen: Sie füllten einige der wannenartigen Skulpturen mit Salatöl in das die Bremsen flogen. Die gestreiften Zebra-Modelle beschmierten sie zusätzlich mit einem speziellen Klebstoff. Zur Überraschung der Forscher flogen die wenigsten Insekten auf die gestreiften Modelle. Und je schmaler die Streifen waren, desto weniger Insekten tappten in die Klebe-Falle.

Das Muster mit der größten Ähnlichkeit zum echten Zebrafell zog zudem die wenigsten Insekten an. "Wir folgern, dass Zebras ein Felldesign entwickelt haben, bei dem die Streifen so schmal sind, dass sie eine minimale Attraktivität für Bremsen haben", schreibt das Team.

Bremsen sind sehr lästig für Tiere. Sie hinterlassen schmerzhafte Stiche, übertragen Krankheiten und stören ihre grasenden Opfer beim Fressen. Das geht den Forschern zufolge im Falle von Zuchtvieh oft so weit, dass es zum wirtschaftlichen Problem für die Landwirte wird: Die Tiere magern ab und Kühe produzieren weniger Milch.

dpa

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