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40 Jahre Mondlandung: 30 Fragen und Antworten

Von Ronald Meyer-Arlt

Einmal vom Mond aus auf die Erde schauen – diese Gelegenheit haben bis jetzt nur ganz wenige gehabt: Die Ersten waren am 21. Juli 1969 Neil Armstrong und Buzz Aldrin.Was haben sie da oben eigentlich gemacht, und wann fliegen wir wieder hin? Ein Weltraumspaziergang.
Astronaut Edwin E. Aldrin ist der zweite Mann auf dem Mond.

Astronaut Edwin E. Aldrin ist der zweite Mann auf dem Mond.

© NASA/afp

Warum fliegt man nicht einfach direkt zum Mond und wieder zurück?

Ja, warum eigentlich nicht? Die Idee, mit einer sehr starken Rakete direkt zum Mond zu fliegen, mit allen Besatzungsmitgliedern dort zu landen und nach dem Steinesammeln einfach wieder zurück zur Erde zu starten, wurde durchaus von der Nasa verfolgt. Als man 1961 von Präsident John F. Kennedy den Auftrag bekam, zum Mond zu fliegen und heil wieder zurückzukommen, wusste man schließlich noch nicht, wie das geht. Konferenzen wurden abgehalten, um das richtige Konzept einer Mondmission zu finden. Drei Ideen standen im Raum: der Direktflug, der Zusammenbau eines gigantischen Raumschiffs in der Erdumlaufbahn und der Flug mit einer Art Doppelrakete, die sich in der Mondumlaufbahn teilt, wobei lediglich eine kleine Landeeinheit auf den Mond absinkt, während die große Rakete mit dem Treibstoff für den Rückweg den Mond umkreist. Variante drei schien ziemlich kompliziert zu sein, vor allem wegen des Andockmanövers in der Mondumlaufbahn. Aber Varianten eins und zwei waren noch komplizierter: Man hätte gigantische Raketen benötigt. So einigte man sich auf die Variante mit der Landefähre – sehr zum Nachteil des Piloten, der bei jeder Mission im großen Raumschiff bleiben und einsam den Mond umkreisen musste.

Waren die Amerikaner wirklich die Ersten auf dem Mond?

Mit Sicherheit waren Amerikaner die ersten Menschen, die den Mond betreten haben. Aber der erste von Menschenhand gefertigte Gegenstand auf dem Mond kam aus sowjetischer Produktion. Die Sonde Lunik 2 schlug am 13. September 1959 wie geplant auf der Mondoberfläche auf. Auch die ersten Aufnahmen von der Rückseite des Mondes lieferte eine sowjetische Sonde. Am 6. Oktober 1959 flog Lunik 3 in einem Abstand von 6200 Kilometern am Mond vorbei und lieferte insgesamt 29 Aufnahmen. Die Fotos wurden in der Sonde wie im Labor entwickelt und mit einem Bildabtaster, der wie ein Faxgerät funktioniert, zur Erde gefunkt. Auch die erste weiche Landung auf dem Mond gelang den Russen. 1966 setzte Luna 9 sicher im Oceanus Procellarum auf. Die Sonde funkte (wieder nach dem Faxprinzip) die ersten Panoramabilder der Mondoberfläche zur Erde. Sie wurden allerdings nicht zuerst, wie vorgesehen, in der „Prawda“ veröffentlicht, sondern im britischen „Daily Express“. Das kam so: Signale der Sonde wurden auch vom großen Radioteleskop in Jodrell Bank aufgenommen. Die britischen Astronomen wunderten sich, dass die Daten der Sonde unverschlüsselt und analog übertragen wurden. Journalisten besorgten eines der gängigen Bildübertragungsgeräte, mit denen sie damals arbeiteten – und empfingen die ersten Bilder, die auf dem Mond aufgenommen worden waren. Man entschied sich für die sofortige Veröffentlichung. Die Russen reagierten verschnupft und mit förmlichem Protest. Luna 9 lieferte zwei Erkenntnisse: dass die Mondoberfläche fest und keine meterhohe Staubablagerung ist und dass britische Journalisten recht findig und nicht zimperlich sind.

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