Volltextsuche über das Angebot:

24 ° / 12 ° wolkig
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland RND

Navigation:
Abwehr in Not

Allergiezeit Abwehr in Not

Bald ist es wieder so weit: Das Frühjahr ist Heuschnupfenzeit. Für Pollenallergiker beginnt damit die Qual. Sie plagen Niesattacken, gerötete, juckende Augen und eine laufende Nase. Andere Allergien bereiten das ganze Jahr über Pro­bleme.

Voriger Artikel
Bestimmte Schmerzmittel erhöhen Risiko für Herzstillstand
Nächster Artikel
Für mehr Klarheit

Worauf der Körper im Einzelfall allergisch reagiert, lässt sich nur im Allergietest klären.

Quelle: dpa

Hannover. Laut Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung haben Allergien in den letzten Jahren zugenommen. 40 Prozent der Menschen in Deutschland leiden im Laufe des Lebens mindestens einmal an einer allergischen Erkrankung.

Schnupfen ist typische Reaktion

Eine Allergie ist eine Überreaktion des Immunsystems, das uns eigentlich vor Infektionen schützen soll. Harmlose Proteine aus der Umwelt hält es dabei fälschlicherweise für Krankheitserreger. Das können Bestandteile von Gräserpollen sein, tierische Hautschuppen oder Eiweiße in Lebensmitteln. Fast 20 000 allergieauslösende Substanzen sind heute bekannt, man nennt sie auch Allergene. Werden sie eingeatmet oder kommen mit der Haut in Kontakt, produziert das Immunsystem eines Allergikers Antikörper. Zudem schütten Abwehrzellen große Mengen des Botenstoffs Histamin aus, was die allergische Reaktion auslöst. Typisch sind erkältungsähnliche Symptome mit Schnupfen und Kopfweh, oder Hautausschlag mit Quaddeln oder Ekzemen. Auch Magen-Darm-Beschwerden sind möglich. In anderen Fällen kommt es zur Atemnot, bei einer sehr starken Reaktion droht ein allergischer Schock mit Kreislaufversagen, der lebensbedrohlich sein kann.

Erdnüsse in Produkten

Sonja Lämmel vom deutschen Allergie- und Asthmabund nennt gleich mehrere mögliche Ursachen dafür, dass Allergien sich immer stärker ausbreiten. So gehe es heute schon im Umfeld von Kindern extrem hygienisch zu, sagt Lämmel. „Das Immunsystem muss sich so kaum noch mit Keimen in der Umwelt auseinandersetzen, es ist sozusagen unterbeschäftigt. Eine Theorie ist, dass es deshalb dazu neigt, beim Kontakt mit harmlosen Substanzen überzureagieren.“ Ein weiterer möglicher Grund sei die Ausbreitung von Pflanzen und deren Pollen, die früher bei uns noch nicht heimisch waren, wie von Ambrosia oder Olivenbäumen. Beim Essen gelte, dass heute immer mehr verfügbar sei, was früher vielleicht noch als exotisch galt.

Erdnüsse, auf die viele stark allergisch reagieren, seien heute als Zusatz in vielen Produkten enthalten. Und Pollen seien immer öfter durch Umweltgifte verunreinigt, was die allergische Reaktion verschlimmern kann. Auch die Bauweise von Häusern trage ihren Teil bei: „Heute wird immer weniger auf

Von Irene Habich

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Die Debatte wurde beendet
Die Debatte zu diesem Artikel ist beendet. Auf HAZ.de können Sie die Themen des Tages diskutieren – hier finden Sie die aktuellen und vergangenen Themen im Überblick.
Mehr aus Wissen
Die Mannschaft von Hannover 96 feiert mit den Fans den Aufstieg in die Bundesliga.
Augenblicke: Bilder aus Hannover und der Welt

Klicken Sie sich durch spektakuläre Fotos – ausgewählt von der HAZ-Redaktion.

  • Bauen & Wohnen

    Jeden Samstag neu: Tipps und Trends zu Haus und Garten, Bauen, Renovieren, Architektur und Wohnen. mehr

  • Auto & Verkehr

    Lesen Sie jeden Samstag Fahrberichte und Tipps für Autofahrer. Täglich aktuell: die Verkehrslage in und um Hannover. mehr