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Darum fliegt Alexander Gerst wieder ins All

Raumstation ISS Darum fliegt Alexander Gerst wieder ins All

Er wird der erste deutsche Kommandant der ISS sein: Der Astronaut Alexander Gerst wird 2018 zum zweiten Mal in den Weltraum fliegen. Wenn Sie diese Bilder sehen, verstehen Sie, warum es ihn zurück ins All zieht.

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Alexander Gerst fliegt zum zweiten Mal ins All.

Quelle: dpa

Köln. Gerst sei für eine weitere Langzeitmission zur Internationalen Raumstation ISS ab Mai 2018 ausgewählt worden, sagte der Generaldirektor der Europäischen Raumfahrtagentur ESA, Jan Wörner, am Mittwoch in Köln. In der zweiten Hälfte seiner Langzeitmission werde Gerst drei Monate lang das Kommando der ISS übernehmen.

Wie wohl keiner seiner Vorgänger ließ der deutsche Astronaut Alexander Gerst die Menschen auf der Erde an seiner ersten Mission im Weltall teilhaben. Für seine Facebook- und Twitter-Einträge wurde er sogar für den Grimme-Online-Award nominiert.

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"Das ist eine tolle Sache für mich", sagte der 40 Jahre alte Astronaut in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur. Es sei auch ein großer Vertrauensbeweis der USA und Russlands für die ESA. Seine zweite Mission ist von Mai 2018 bis November 2018 geplant.

Diese Aufgabe wird Gerst im All übernehmen

Als Kommandant der Raumstation muss Gerst in einem Notfall – etwa bei Ausbruch eines Feuers – die Befehle geben. Unter normalen Umständen sei der Kommandant vor allem für die Crew da und unterstütze sie, sagte Gerst: "Man achtet darauf, dass es der Crew gut geht, dass die Stimmung passt und koordiniert zwischen Crew und der Bodenkontrolle. Wenn Not am Mann ist, springt man ein und hilft den Kollegen."

Der in Künzelsau in Baden-Württemberg geborene Gerst hat in Karlsruhe Geophysik studiert und forschte an der Universität Hamburg. Bei seiner Mission vor zwei Jahren umrundete er innerhalb von 166 Tagen mehr als 2500 Mal die Erde, betreute etwa 100 Experimente und stieg für sechs Stunden in den freien Kosmos aus. Mit seinen Twitter- und Facebook-Einträgen bewegte er damals viele Menschen. 

Klappt alles, wird Gerst der vierte Deutsche mit mindestens zwei Raumflügen sein. Deutscher Rekordhalter ist Ulf Merbold, der zwischen 1983 und 1994 dreimal im Erdorbit arbeitete.

Stichwort: Die Internationale Raumstation ISS

Die Internationale Raumstation ISS dient seit mehr als 15 Jahren als Außenposten der Menschheit. Daran beteiligt sind unter anderem Länder der EU, Kanada, Japan, die USA und Russland. Seit 2000 sind ständig Menschen auf der ISS. 2014 arbeitete Alexander Gerst aus Künzelsau (Baden-Württemberg) für fast ein halbes Jahr in dem Labor etwa 400 Kilometer über der Erde.

Bei einer Geschwindigkeit von 28.000 Stundenkilometern erlebt die Mannschaft alle 90 Minuten einen Sonnenaufgang. Ihre Energie bezieht die Station über Solarzellen. Die 450 Tonnen schwere ISS hat eine Spannweite von 109 Metern und ist 45 Meter hoch. Den meistens sechs Raumfahrern bleiben 1200 Kubikmeter Wohn- und Arbeitsraum.

Hintergrund: Deutsche Astronauten im All

Der erste Deutsche im Weltraum war der DDR-Kosmonaut Sigmund Jähn. Der heute 79-Jährige flog 1978 für acht Tage zur sowjetischen Raumstation Saljut-6. Insgesamt waren 11 Deutsche auf Missionen im All – allesamt Männer. Drei von ihnen flogen sogar mehrfach:

Thomas Reiter (57) war sowohl auf der Raumstation Mir (1995/1996), als auch 2006 auf der Internationale Raumstation ISS. Er verbrachte insgesamt 350 Tage im All – deutscher Rekord.

Hans Schlegel (64) war 1993 auf einer "Spacelab"-Mission. Fünfzehn Jahre später half er mit, das ESA-Raumlabor Columbus zur ISS zu bringen.

Ulf Merbold (74) war als einziger Deutscher sogar drei Mal im All: 1983, 1992 und 1994. Zuletzt war 2014 Alexander Gerst (40) auf der ISS. Er verbrachte etwa ein halbes Jahr auf der Raumstation 400 Kilometer über der Erde. 2018 soll er erster deutscher Kommandant auf der Internationalen Raumstation ISS werden.

dpa/RND

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