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Nachrichten Wissen Alte Schildkröten überleben Waldbrände besonders gut
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16:43 19.07.2011
Eine maurische Schildkröte im Gras. Der verknöcherte Panzer schützt sie vor Hitze. Quelle: dpa
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Montpellier

Die Reptilien kröchen nach den Erkenntnissen der Wissenschaftler bei einem Feuer zum Beispiel in Erdlöcher. Wenn solche Feuer allerdings öfter als alle 30 Jahre ausbrechen, gefährde das den Bestand der Schildkrötenvölker, heißt es in der Studie die in Fachzeitschrift „Biological Conservation“ veröffentlicht wurde. Die Maurischen Landschildkröten ähneln den tellergroßen Schildkröten, die früher oft in deutschen Gärten gehalten wurden.

Die Forschergruppe vom „Centre for Functional and Evolutionary Ecology“ hatte die Auswirkungen eines Waldbrandes in den Bergen der spanischen Region Murcia auf mehr als 1000 Schildkröten untersucht. Im Jahr 2004 brannte dort ein Gebiet von 250 Hektar, in dem eine große Population der vom Aussterben bedrohten Reptilien lebte.

Das Ergebnis: Vor allem ältere Schildkröten hatten die besten Überlebenschancen. Während alle Tiere unter vier Jahren bei dem Feuer ums Leben gekommen sind, lag die Sterberate bei den vier bis acht Jahre alten Schildkröten bei 62 Prozent. Von den mehr als acht Jahre alten Tieren sind dagegen nur 12 Prozent gestorben.

Die Maurische Landschildkröte lebt vor allem in Europa, Asien und Afrika. In Spanien findet man sie hauptsächlich in den südöstlichen Regionen Murcia und Almeria.

dpa

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