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Google ehrt Astronomin aus Hannover

Caroline-Herrschel-Doodle Google ehrt Astronomin aus Hannover

Vor 266 Jahren wurde die Astronomin Caroline Herschel in Hannover geboren. Google ehrt die Wissenschaftlerin am Mittwoch mit einem besonderen Doodle.

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Google widmet sein Doodle der Hannoveraner Astronomin Caroline Herschel.

Quelle: Screenshot/Google

Hannover. Zu besonderen Anlässen taucht Google sein Logo in ein ganz individuelles Licht. Am Mittwoch widmete die Suchmaschine die grafische Veränderung der weltberühmten Astronomin Caroline Herschel aus Hannover. Die Wissenschaftlerin feiert am 16. März ihren 266. Geburtstag. Klickt man das Doodle an, gelangt man zu einer Google-Suchanfrage zu Herschel. Als Top-Treffer erscheint dabei die "Realschule Garbsen" – kein Wunder, schließlich trägt sie den Namen der Astronomin.

Herschel entdeckte mehrere Kometen und war an der Katalogisierung hunderter Sternenhaufen und Sternennebel beteiligt. Ihr Vater, der Militärmusiker Isaak Herschel, hatte für seine Tochter eine musikalische Ausbildung zur Konzertsängerin vorgesehen, die sie zunächst auch verfolgte. In den 1770er Jahren folgte sie ihrem ebenfalls an Astronomie interessierten Bruder Friedrich Wilhelm Herschel nach England und trat erfolgreich als Sängerin auf.

Von der Sängerin zur Astronomin

Zeitgleich gab sie ihre seit der Kindheit währende Leidenschaft für die Astronomie nie auf: "Mein Vater war ein großer Bewunderer der Astronomie und besaß einige Kenntnisse in der Wissenschaft. Ich erinnere mich, daß er mich in einer kalten Nacht auf die Straße führte, um mich mit einigen unserer schönsten Sternbilder bekannt zu machen, nachdem wir vorher einen Kometen, der eben sichtbar war, beobachtet hatten." Als ihr Bruder im Jahr 1781 eher zufällig den Planeten Uranus entdeckte, entschied sie sich, seine wissenschaftliche Assistentin zu werden und gab ihre Gesangskarriere auf. Fortan widmete sich selbstständig der Erforschung des Sternenhimmels.

Begraben liegt Herschel auf dem Gartenfriedhof in Hannover, um den es jüngst wieder öffentliche Debatten gab. Der Renaissance-Verein, der sich um den Erhalt des Gartenfriedhofs bemühte, hatte seine Arbeit Anfang März eingestellt: „Wir sind gegen Wände gerannt“, sagten die Verantwortlichen - und fühlten sich von der Stadt nicht ernst genommen. „Bitter enttäuscht“ sei man davon, dass es trotz hohen Engagements nicht gelungen sei, den historisch für ganz Norddeutschland bedeutenden Renaissancefriedhof so umzuwandeln, dass er von Trinkern und Methadonabhängigen nicht mehr belagert wird. Auf dem Areal befinden sich neben Herschels Grabstätte unter anderem auch die von Charlotte Buff-Kestner (1753-1828), die „Lotte“ aus Goethes „Werther“. Auf der Homepage des Vereins hieß es am Mittwoch denn auch: "Ist das nicht toll, die Welt ehrt die Leistungen von Caroline Herschel. Warum geht das in der Landeshauptstadt Hannover nicht?"

are/frs/med

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