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Gesellschaftlicher Wandel?

Bei Jugendlichen ist Rauchen „out“


So wenige jugendliche Qualmer wie noch nie: Nur noch 13 Prozent der 12- bis 17-Jährigen rauchen - so hoch war der Anteil der jugendlichen Nichtraucher seit dem Beginn entsprechender Studien vor 30 Jahren nicht.
Nur noch 13 Prozent der 12- bis 17-Jährigen greifen zur Zigarette.

Nur noch 13 Prozent der 12- bis 17-Jährigen greifen zur Zigarette.

© Martin Steiner

Rauchen ist für die meisten Jugendlichen heute „out“ - nur noch 13 Prozent der 12- bis 17-Jährigen greifen zur Zigarette. So wenig waren es seit Beginn entsprechender Studien vor 30 Jahren in Deutschland noch nie. Damit hat sich Anteil der jugendlichen Raucher von 28 Prozent im Jahr 2001 bis heute mehr als halbiert, teilten die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und die Drogenbeauftragte Mechthild Dyckmans am Donnerstag in Berlin mit.

Mit 14 Prozent rauchen etwas mehr Jungen. Bei den Mädchen gab es einen besonders deutlichen Rückgang auf rund 12 Prozent. Zwei Jahre zuvor rauchten noch 16 Prozent der Mädchen und 15 Prozent der Jungen. Bei den 18- bis 25-Jährigen gibt es mit 38 Prozent, die rauchen, einen Rückgang um fünf Prozentpunkte im Vergleich zu 2008. In keiner Untersuchung der Zentrale in den vergangenen dreißig Jahren wurden so niedrige Werte registriert.

Die erste Zigarette kommt im Schnitt mit 14 Jahren - auch etwas später als bisherigen Untersuchungen zufolge. Vor zwei Jahren rauchten die 12- bis 25-Jährigen mit 13,7 Jahren zum ersten Mal, davor mit 13,6 Jahren. Dyckmans wertete den Rückgang als Erfolg vorbeugender Programme und Aufklärung sowie als Zeichen eines Bewusstseinswandels in der Gesellschaft.

Der Anteil der Nichtraucher ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen. 68 Prozent der Minderjährigen geben an, noch nie in ihrem Leben geraucht zu haben. Im Jahr 2001 waren es nur 41 Prozent. „Für die meisten Jugendlichen ist Rauchen heute völlig out“, sagte die Direktorin der Bundeszentrale, Elisabeth Pott. „Nichtrauchen hat sich in unserer Gesellschaft vor allem bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen fest etabliert.“

dpa

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