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Chemie-Nobelpreis für DNA-Forschung

Bekanntgabe in Stockholm Chemie-Nobelpreis für DNA-Forschung

Der Nobelpreis für Chemie geht in diesem Jahr an Tomas Lindahl (Schweden), Paul Modrich (USA) und Aziz Sancar (USA/Türkei) für Arbeiten zur Erbgut-Reparatur. Das teilte die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften am Mittwoch in Stockholm mit.

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Nobelpreis-Medaille mit dem Konterfrei von Alfred Nobel.

Quelle: dpa

Vergangenes Jahr hatten der deutsche Forscher Stefan Hell aus Göttingen und seine US-Kollegen Eric Betzig und William Moerner den Preis für ihre Entwicklungen in der hochauflösenden Lichtmikroskopie erhalten. Damit kann man in lebende Zellen blicken und Abläufe bei Krankheiten wie Alzheimer oder Parkinson beobachten. Hell forscht in den Räumen des Max-Planck-Instituts für biophysikalische Chemie in Göttingen - dort nahm er Anfang des Jahres auch das niedersächsische Kabinett mit Ministerpräsident Stephan Weil in Empfang.

Die diesjährigen Träger des Nobelpreises für Medizin 2015, der gebürtige Ire William C. Campbell, Satoshi Omura (Japan) und an Youyou Tu (China), wurden bereits am Montag gekürt. Die Arbeiten der Preisträger liefern wichtige Erkenntnisse im Kampf gegen Parasiten und Malaria. Am Dienstag verkündete die Akademie, dass der Nobelpreis für Physik in diesem Jahr an den Japaner Takaaki Kajita und den Kanadier Arthur McDonald geht. Sie wiesen nach, dass Neutrinos eine Masse besitzen.

Am Donnerstag folgt der Nobelpreis für Literatur, am Freitag der Friedensnobelpreis. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel gehört zu den Nominierten für den Friedensnobelpreis. Den Abschluss bildet der Wirtschaftspreis am kommenden Montag. Die Nobelpreise werden am 10. Dezember überreicht, dem Todestag des Stifters Nobel.

Die Verkündung des Gewinners gibt es im Live-Stream.

afp/so

Das ist der Nobelpreis

Mit der Stiftung der Nobelpreise wollte der schwedische Forscher und Großindustrielle Alfred Nobel (1833-1896) einen Konflikt lösen, der sein Leben bestimmte: Der Dynamit-Erfinder konnte es nicht verwinden, dass viele seiner Entdeckungen für den Krieg genutzt wurden. Daher vermachte er sein Vermögen einer Stiftung, aus deren Zinsen Preise für jene finanziert werden sollten, die „im verflossenen Jahr der Menschheit den größten Nutzen geleistet haben“. Nobel selbst hatte über 350 Patente angemeldet.
Die Preise werden seit 1901 vergeben. Die Dotierung stieg von anfangs 150 800 auf 10 Millionen Schwedische Kronen und blieb bis 2011 so hoch. Seit 2012 beträgt das Preisgeld nur noch 8 Millionen Kronen, um eine „dauerhafte finanzielle Stabilität“ zu gewährleisten. Finanz- und Wirtschaftskrise hatten das Kapitalvermögen der Stiftung gemindert.
Neben den eigentlichen Nobelpreisen wird seit 1969 eine Ehrung für Wirtschaftswissenschaften in Gedenken an Alfred Nobel verliehen. Sie wurde 1968 von der Schwedischen Reichsbank gestiftet.
Bis zu drei Menschen können sich jeweils diesen oder einen der wissenschaftlichen Preise teilen. Der Friedensnobelpreis wird auch an Organisationen verliehen.

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