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Nachrichten Wissen Brennholz und Kaminholz richtig lagern
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13:47 31.08.2018
Wie lagere ich Brennholz richtig? Quelle: Daniel Karmann/dpa-tmn
Hannover

Rechtzeitig vor den kalten Monaten verraten wir die wichtigsten Punkte, die es bei der Lagerung von Brennholz zu beachten gibt. So steht dem kuscheligen Winter vor dem heimischen Kamin nichts mehr im Wege.

Wieso Brennholz richtig lagern wichtig ist

Brennholz zu lagern ist wichtig, aber warum? Wenn Holz gut brennen soll, benötigt es eine gewisse Trockenzeit. Währenddessen entweicht die Feuchtigkeit aus den Holzscheiten.

Wenn Kaminholz richtig gelagert wird, erhöht sich nicht nur der Heizwert – respektive die Brenndauer der Holzscheite – sondern es wird auch vor Witterung und Schimmel geschützt.

Doch nicht nur wie, sondern auch wo die Holzscheite gelagert werden, gilt es zu beachten. An welcher Hauswand die Scheite gestapelt werden sollten, welche unterschiedlichen Eigenschaften die verschiedenen Hölzer mitbringen, wie eine gute Luftzirkulation entsteht und viele weitere Kriterien verraten wir hier.

Sollte Kaminholz besser drinnen oder draußen lagern?

Grundsätzlich sollte Kaminholz draußen lagern - und zwar sonnig, trocken und gut belüftet, denn eine geringe Luftzirkulation begünstigt Schimmel.

Unter Umständen kann auch der Keller zur Lagerung des Feuerholzes genutzt werden, sofern sich eine sonnige, gut belüftete und trockene Ecke finden lässt. Doch Vorsicht: Das Brennholz sollte bei der Lagerung in einem Keller schon vorgetrocknet sein. Generell ist von der Lagerung des Brennholzes in geschlossenen Räumen, wie dem Keller oder der Garage eher abzuraten.

Bei der Lagerung im Freien sollte darauf geachtet werden, dass das Holz vor Witterung geschützt ist. Ein Vordach schützt es vor Unwetter.

Und wo lagert Kaminholz sonnig? Richtig: An einer zur Süd- oder Westseite ausgerichteten Hauswand lagert das Holz genau richtig, denn hier bekommt es bei schönem Wetter ausreichend Sonnenwärme ab. Ein kleiner Abstand von etwa 5-10 cm zur Hauswand ist wichtig, damit die Luft zirkulieren kann. Außerdem sollten die Holzscheite richtig gestapelt werden, um eine gute Luftzirkulation zu ermöglichen. Wie das geht, erfahren Sie im nächsten Abschnitt.

Brennholz stapeln - So stapeln Sie Holzscheite stabil und sicher

Das Kaminholz ist geschützt, es lagert am richtigen Ort und die Arbeit ist getan. Falsch gedacht: Beim nächsten Gang in den Garten ist das Holz über den ganzen Rasen verteilt und Sie erkennen, dass ein paar Holzscheite bereits von Fäulnis betroffen sind. Der Grund: Das Holz war nicht stabil aufgestapelt und zu allem Überfluss ist Feuchtigkeit in einige Scheite eingezogen. Damit das nicht passiert, haben wir ein paar Tipps zusammengestellt, wie man die Holzscheite richtig stapelt.

Achten Sie beim Stapeln auf den richtigen Untergrund. Das Brennholz kann durch die Feuchtigkeit im Boden anfangen zu faulen, denn durch den Rasen zieht schnell Feuchtigkeit ein. Um das zu vermeiden, lagern Sie Ihr Brennholz auf einem trockenen Boden und legen Sie es am besten mit der Rinde nach unten. Ein Untergrund aus Steinen oder Kanthölzern schützt das Brennholz vor dieser Feuchtigkeit. Auch eine Europalette kann Abhilfe verschaffen.

Darüber hinaus entsteht durch kleine Abstände zwischen den Scheiten ein Luftzug. Durch diese Luftzirkulation kann das Holz gut trocknen. Beim Aufstapeln daher darauf achten, kleine Zwischenräume zwischen den Holzscheiten zu lassen. So wird eine solide Basis geschaffen, wenn Sie die Holzscheite in der untersten Reihe mit kleinen Lücken zueinander positionieren. Für weitere Stabilität sollten Sie immer eine Reihe quer und eine Reihe längs im Wechsel aufstapeln.

Kann jedes Holz als Brennholz verwendet werden?

Bei der Wahl des Brennholzes gibt es einiges zu beachten. Grundsätzlich eignen sich alle Holzarten zum Heizen, denn unabhängig von der Holzart gibt ein Kilo Holz immer die gleiche Menge Wärme ab.

Allerdings besitzt jede Holzart unterschiedliche Eigenschaften, die dafür sorgen, dass sich das Holz mehr oder weniger gut als Kaminholz eignet. Heizwert pro Raummeter, Brenndauer, Trockenzeit, Funkenflug, Flammenbild, Duft, sowie Umweltfreundlichkeit und Verschmutzung des Kamins sind einige Aspekte, die bei der Entscheidung für das richtige Holz eine Rolle spielen.

Entscheidend ist auch das Gewicht pro Kubikmeter. Je nachdem eignen sich einige Hölzer mehr oder weniger gut als Kaminholz.

Das richtige Brennholz - Kennen Sie Ihre Anforderungen

Verwenden Sie den Ofen der Gemütlichkeit wegen oder benötigen Sie Holz für Ihren Kamin als primäre Heizquelle? Je genauer man den Verwendungszweck bestimmen kann, desto konkreter können Sie bei der Wahl und Zusammenstellung der Brennhölzer sein.

Grob lässt sich Brennholz in die beiden Kategorien Hart- und Weichhölzer unterscheiden. Das schwere Hartholz lässt sich von allen Laubbäumen gewinnen und besitzt im Vergleich zu den weicheren Nadelhölzern einen höheren Brennwert. Es benötigt mehr Zeit zum Entzünden, brennt aber auch deutlich länger und eignet sich daher gut, um einen Raum für längere Zeit zu beheizen. So hat beispielsweise ein Raummeter von schwererem Eichenholz einen höheren Brennwert als ein Raummeter des leichteren Fichtenholzes.

Während Harthölzer länger brennen, lässt sich leichtes Holz dafür deutlich einfacher entzünden und durch das Harz, das in vielen Weichhölzern enthalten ist, verursacht es beim Verbrennen das charakteristisch, wohlige Knistern.

Für Öfen und offene Feuerstellen ist von harzhaltigen Hölzern wie Fichte jedoch abzuraten. Durch das Harz in dem Holz entstehen vermehrt Funken und somit Brandgefahr.

Brennhölzer - Kennen Sie die Unterschiede

Mit der folgenden Übersicht finden Sie schnell das Ofenholz, das Ihren Anforderungen entspricht:

●Gemischte Laubbäume bestehen aus leichten Hölzern mit dünner Rinde. Dieses Holz eignet sich gut als Anzündholz oder als Brennholz mit Gemütlichkeitsfaktor und ist in der Regel günstig als Discountholz zu kaufen.

●Birke lässt sich leicht anzünden und kann sowohl in Kaminöfen, als sogenannte Schwedenfackel mit hohem Wirkungsgrad, sowie Kaminen und offenen Feuerstellen verwendet werden.

●Esche hat eine lange Wärmedauer, eignet sich sehr gut für Kaminöfen und Kessel und lässt sich - unter Umständen mithilfe von Anzündhölzern - leicht entzünden.

●Buche lässt sich nur schwer anzünden. Daher sollte ein leichteres Holz als Anzündholz verwendet werden. Wie Eschenholz hat es eine lange Wärmedauer und eignet sich sehr gut für Kaminöfen und Kessel.

●Eiche lässt sich ebenfalls schwer anzünden. Auch hier empfiehlt sich ein leichtes Holz für den Start. Eiche brennt optimal, wenn ein starker Luftzug besteht.

Kaminhölzer mit hohem Brennwert sind in der Regel teurer als leichte Hölzer. Wer sich für das günstigere, leichte Holz entscheidet, muss also häufiger Kaminholz nachlegen.

Empfehlenswert ist ein gemischtes Verhältnis von Hart- und Weichhölzern, da sich das leichte Holz zum Anzünden und anschließend die schweren Hölzer zum Heizen eignen. Welche Materialien auf jeden Fall nicht zum Beheizen Ihres Kamins nehmen sollten, erfahren Sie im nächsten Absatz.

Diese Materialien sind zum Heizen verboten

Sie ärgern nicht nur Ihren Nachbarn, sondern schaden auch sich, Ihrem Kamin und nicht zuletzt der Umwelt, wenn Sie die falschen Rohstoffe zum Heizen verwenden. Aufgrund der enthaltenen Giftstoffe ist es strikt verboten selbst mit kleinsten Mengen der folgenden Materialien zu heizen:

●Behandeltes Holz: Darunter fällt unter anderem bedrucktes Holz, wie etwa Europaletten, oder beschichtetes Holz

●Holzabfälle mit Farb-, sowie Leimrückständen oder gar lackiertes Holz

●Bauschutt, wie Gipsplatten, oder Holzreste, die Schrauben oder Nägel enthalten. Auch Spanplatten dürfen nicht verheizt werden

●Haushaltsmüll: Es erübrigt sich eigentlich - der Vollständigkeit halber sei dennoch gesagt: Milchkartons, Papier- und Pappe, Werbeprospekte oder Zeitungen und erst Recht Plastikmüll gehört nicht in den Kamin oder den Heizofen

Der Rauch verrät, ob Sie mit ungeeignetem oder verbotenen Stoffen heizen. Ist dieser dunkel, dicht und riecht nach Brand, ist der verwendete Heizstoff nicht nur störend für Mensch und Umwelt sondern auch verboten. Heizen Sie hingegen mit trockenem und sauberem Holz, sieht der Rauch hellweiß und nahezu durchsichtig aus.

Brennholz kaufen

Brennholz gibt es in der Regel im Baumarkt aber auch im Internet zu bestellen. Wer sein Feuerholz schon vorgefertigt kaufen will, sucht nach dem sogenannten Spaltholz. Wie der Name verrät, ist dieses Holz praktischerweise schon gespaltet worden.

Wer selber zur Tat schreiten will, kauft sich sogenannte Rundhölzer. Der Weg in den Baumarkt lohnt sich für Anfänger, die sich eine persönliche Beratung vom Fachpersonal wünschen. Allen Heimwerker-Spezialisten seien Rundhölzer und das richtige Werkzeug ans Herz gelegt.

Brennholz selber machen

Für jeden, der sich selbst um sein Kaminholz kümmern will, heißt die Devise: In den Wald gegangen und die Axt geschwungen. Doch Vorsicht: Dass das Fällen von Bäumen in öffentlichen Wäldern untersagt ist, liegt auf der Hand, doch auch in Ihrem Garten benötigen Sie in der Regel eine Baumfällgenehmigung.

Ob Sie tatsächlich eine Genehmigung brauchen, hängt unter anderem von der Baumsorte und dem Alter des Baumes ab. Auch ob der Baum zu unzumutbaren Nachteilen der Grundstücksnutzung führt oder ob es eine Baumschutzsatzung in Ihrer Gemeinde oder Stadt gibt, ist entscheidend.

Kaufen Sie Ihr Holz schon vorgefertigt in Scheiten oder hacken Sie selber? Und wie lagern Sie Ihr Holz - haben Sie weitere Anregungen, Tipps und Tricks zum Thema Brennholz lagern? Schreiben Sie uns gerne Ihren Kommentar.

Von RND

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