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Drei Forscher erhalten Medizin-Nobelpreis

Therapien gegen Malaria- und Parasiten-Infektionen Drei Forscher erhalten Medizin-Nobelpreis

Der Nobelpreis für Medizin geht in diesem Jahr an den gebürtigen Iren William C. Campbell, an Satoshi Omura (Japan) und an Youyou Tu (China). Die Arbeiten der Preisträger liefern wichtige Erkenntnisse im Kampf gegen Parasiten. Malaria und Wurm-Krankheiten lassen sich besser bekämpfen.

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Der Nobelpreis für Medizin geht in diesem Jahr an den gebürtigen Iren William C. Campbell, an Satoshi Omura (Japan) und an Youyou Tu (China).

Quelle: dpa/Symbolbild

Stockholm. Der Medizin-Nobelpreis geht in diesem Jahr an drei Wissenschaftler für die Erforschung von Malaria, Flussblindheit und Elefantiasis. Die eine Hälfte erhält die Chinesin Youyou Tu. Die zweite Hälfte teilen sich der gebürtige Ire William C. Campbell und der Japaner Satoshi Omura. Das teilte das Karolinska-Institut am Montag in Stockholm mit. Die höchste Auszeichnung für Mediziner ist mit umgerechnet 850 000 Euro (8 Millionen Schwedischen Kronen) dotiert.

Seit 1901 wird der Nobelpreis für Physiologie und Medizin jährlich vergeben. An wen der mit knapp 850.000 Euro dotierete Preis in den letzten fünf Jahren ging, sehen Sie hier.

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Von Parasiten verursachte Krankheiten träfen vor allem die ärmsten Menschen der Welt, hieß es in der Mitteilung des Karolinska-Instituts. „Die diesjährigen Nobelpreisträger haben Therapien entwickelt, die die Behandlung einiger der verheerendsten Parasiten-Krankheiten revolutioniert haben.“

Campbell und Omura entwickelten demnach den Wirkstoff Avermectin. Davon abgeleitete Präparate hätten die Häufigkeit von Flussblindheit und Elephantiasis (lymphatischer Filariose) vermindert, auch gegen andere Parasiten wirkten sie effizient.

Youyou Tu habe den Malaria-Wirkstoff Artemisinin entdeckt, mit dem die Sterblichkeitsrate Erkrankter deutlich reduziert werden konnte, hieß es weiter. Die Entdeckung der beiden Wirkstoffe habe der Menschheit kraftvolle Mittel geliefert, verheerende Krankheiten zu bekämpfen, die Hundert Millionen Menschen jährlich beträfen.

Am Dienstag und Mittwoch werden die Träger des Physik- und des Chemie-Nobelpreises benannt. Die feierliche Überreichung findet traditionsgemäß am 10. Dezember statt, dem Todestag des Preisstifters Alfred Nobel.

Im vergangenen Jahr erhielten das norwegische Ehepaar May-Britt und Edvard Moser sowie John O’Keefe (USA/Großbritannien) die Auszeichnung für die Entdeckung eines Navis im Hirn: Sie fanden grundlegende Strukturen unseres Orientierungssinns.

dpa

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