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Darum sind Frauen häufiger krankgemeldet

DAK-Gesundheitsreport Darum sind Frauen häufiger krankgemeldet

Eine neue Studie der DAK-Krankenkasse hat überraschende gravierende geschlechterspezifische Unterschiede über den Krankenstand im Job herausgestellt. Frauen sind demnach häufiger krank. In anderen Bereichen liegen dafür die Männer vorne.

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Quelle: dpa/Symbolfoto

Berlin. Frauen sind nach einer Studie der Krankenkasse DAK-Gesundheit häufiger krank als Männer. Der Krankenstand lag im vergangenen Jahr 14 Prozent höher. Demnach fehlten täglich 44 von 1000 Frauen bei der Arbeit, bei Männern waren es 39.

Dies geht aus dem neuen DAK-Gesundheitsreport ( hier geht´s zum PDF-Download) hervor, der am Dienstag in Berlin vorgestellt wurde. Der allgemeine Krankenstand erreichte den höchsten Wert seit 16 Jahren.

Frauen sind kürzer, aber häufiger krank

Der Unterschied beim Krankenstand zwischen Männern und Frauen sei größer als gedacht, sagte DAK-Chef Herbert Rebscher. Darüber hinaus zeigt der Report, dass eine Krankschreibung bei Frauen im Durchschnitt zwar kürzer ausgefallen ist, dafür aber häufiger vorkam: Mit insgesamt 134,4 Krankheitsfällen je 100 Versicherte lagen Frauen vor ihren männlichen Kollegen mit 115,8 Krankheitsfällen.

Weiter zeigte die Untersuchung, dass Männer in allen Altersgruppen sehr viel öfter wegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen fehlten als Frauen (65 Prozent mehr Fehltage).

Bei Verletzungen hatten Männer fast doppelt so viele Fehltage (+ 48 Prozent). Gründe sind hier zum einen die höhere Risikobereitschaft sowie andere Tätigkeiten im Beruf.

Viele Fehltage wegen Depressionen

Frauen fehlten dagegen deutlich öfter wegen psychischer Erkrankungen als Männer (67 Prozent mehr Fehltage). Sie seien vor allem von Depressionen weit häufiger betroffen gewesen.

Frauen nahmen demnach auch öfter Psychopharmaka: Jede elfte habe im vergangenen Jahr eine Verordnung für Antidepressiva bekommen, bei den Männern sei es nur jeder zwanzigste gewesen.

Die DAK-Krankenkasse hat den Krankenstand von rund 2,7 Millionen erwerbstätigen Versicherten ausgewertet. Außerdem wurden mehr als 5000 Frauen und Männer zwischen 18 und 65 Jahren durch das Forsa-Institut befragt.

dpa/zys

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