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17:25 09.05.2016
Ein winziger Punkt wandert über die Sonne: Der Merkurtransit kann seit 13.12 Uhr live beobachtet werden – zum Beispiel bei der Volkssternwarte Hannover. Quelle: Christian Behrens/dpa/Volkssternwarte Hannover/Twitter
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Hannover

Bei der Volkssternwarte (Am Lindener Berge 27) Hannover ist das Spektakel durch zwei Teleskope zu beobachten. Der Eintritt ist frei. Geöffnet hat die Sternwarte, bis der Merkurtransit beendet ist – wahrscheinlich gegen 20.39 Uhr. Die Mitarbeiter der Volkssternwarte zeigten sich am Nachmittag begeistert: "Bei besten Bedingungen hat der Transit begonnen und ist bis 20.30 Uhr live zu beobachten."

Vor wenigen Tagen hat die Volksstenwarte in einer Grafik gezeigt, wie der Merkur am Montag die Sonne kreuzen wird:

Der sonnennächste Planet Merkur läuft aus Erdsicht direkt vor der Sonnenscheibe vorbei – gewissermaßen eine Mini-Sonnenfinsternis. Zwischen 13.11 und 20.39 Uhr ist der Merkur als winziges schwarzes Scheibchen vor der Sonne zu beobachten.

Merkurtransit: Seltener als Sonnen- und Mondfinsternis

Für Astronomiefreunde gibt es mit der Merkur-Passage mal wieder ein ungewöhnliches Himmelsspektakel zu bewundern, „und das bei großartiger Sicht“, freut sich Gerd Weidemann vom Vorstand des Vereins Volkssternwarte auf dem Lindener Berg. Mehr als 100 Interessierte waren bereits auf dem Dach des Wasserbehälters und warfen einen Blick durch den großen Drei-Meter-Refraktor des Vereins. Manche kamen auch mit eigenen Teleskopen.

Fachleute reden bei dem gestrigen Ereignis von einer Miniatur-Sonnenfinsternis. Merkur ist der kleinste Planet des Sonnensystems und war gestern etwa 100 Millionen Kilometer von der Erde entfernt.

Merkurtransite sind noch seltener als Sonnen- und Mondfinsternisse. Von Deutschland aus konnte das Schauspiel zuletzt 2003 beobachtet werden. Das nächste Mal ist es am 11. November 2019 möglich, danach wieder 2032. Schon in den nächsten Wochen lässt sich dank der Mars-Opposition mit bloßem Auge ein ungewöhnlich roter Mars im Südosten beobachten.

Bundesweit war die Begeisterung für den Merkurtransit groß:

Conrad von Meding/RND/fw

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