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Drei US-Amerikaner erhalten Medizin-Nobelpreis

Stockholm Drei US-Amerikaner erhalten Medizin-Nobelpreis

Der Nobelpreis für Medizin geht in diesem Jahr an die drei US-Amerikaner Jeffrey Hall, Michael Rosbash und Michael Young. Das Trio erforschte die Funktion und Kontrolle der Inneren Uhr. Die Auszeichnung teilte das Karolinska-Institut am Montag in Stockholm mit. Einer der Preisträger hielt den Anruf eines Komitee-Mitglieds zunächst für einen Witz.

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Die Verleihung des Medizin-Nobelpreises leitet den Auftakt der Nobelpreis-Bekanntgaben dar.

Quelle: dpa

Stockholm. Den diesjährigen Nobelpreis für Medizin bekommen die drei US-Forscher Jeffrey C. Hall, Michael Rosbash und Michael W. Young. Sie erhalten den angesehenen Preis für ihre Einblicke in den täglichen Biorhythmus und die Erforschung molekularer Kontrollmechanismen, wie das Nobel-Komitee des Karolinska-Instituts am Montag in Stockholm bekanntgab.

Das US-Trio sorgte mit der Isolierung eines Gens, das den normalen täglichen Biorhythmus kontrolliert, für einen neuen Blick „in unsere biologische Uhr“, gab das Komitee preis. Sie hätten „ihre inneren Arbeitsweisen“ beleuchtet. Der Biorhythmus passt die Arbeitsweisen des Körpers an verschiedene Tagesabschnitte an, wodurch Schlaf, Verhalten, Hormonwerte, Körpertemperatur und der Stoffwechsel beeinflusst werden.

Rosbash gehört zur Fakultät der Brandeis University in Waltham in den USA. Young arbeitet an der Rockefeller University in New York, Hall an der University of Maine.

Der Nobelpreis für Medizin wird seit 1901 verliehen. In diesem Jahr ist er ebenso wie die weiteren Nobelpreise mit neun Millionen Schwedischen Kronen (rund 935 000 Euro) und damit mit einer Million mehr als in den Vorjahren dotiert. Überreicht wird er am 10. Dezember in Stockholm - dem Todestag des Preisstifters Alfred Nobel.

Preisträger Rosbash fühlte sich zunächst auf den Arm genommen

Preisträger Michael W. Young wusste zunächst noch nichts von seiner Auszeichnung. Er habe Jeffrey Hall und Michael Rosbash telefonisch erreicht, nicht aber ihren Kollegen Michael Young, sagte der Leiter des Nobel-Komitees, Thomas Perlmann, am Montag. Alle drei Preisträger leben in den USA. Das Nobel-Komitee habe keine Skrupel, sie mitten in der Nacht anzurufen und ihnen zu gratulieren, sagte Perlmann. Rosbash sei am Telefon zuerst ganz still gewesen und habe dann gerufen: „Sie nehmen mich auf den Arm“.

Der Nobelpreis für Medizin wird seit 1901 verliehen. In diesem Jahr ist er ebenso wie die weiteren Nobelpreise mit neun Millionen Schwedischen Kronen (rund 935 000 Euro) und damit mit einer Million mehr als in den Vorjahren dotiert. Überreicht wird er am 10. Dezember in Stockholm - dem Todestag des Preisstifters Alfred Nobel.

Die Enthüllung des Medizin-Nobelpreisträgers stellt den Auftakt der diesjährigen Nobelpreis-Bekanntgaben dar. Am Dienstag und Mittwoch werden die Preise in den Kategorien Physik und Chemie verkündet, ehe am Freitag der Friedensnobelpreis bekanntgegeben wird. Der Literaturnobelpreisträger wird immer an einem Donnerstag enthüllt, bislang blieb allerdings unklar, an welchem genau in diesem Jahr. Der Wirtschaftsnobelpreis, der im strengen Sinne kein Nobelpreis ist, wird am nächsten Montag bekanntgegeben.

Von RND/AP

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