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Zika-Impfstoffe erfolgreich getestet

An Rhesusaffen Zika-Impfstoffe erfolgreich getestet

Wissenschaftliche Studien machen erneut Hoffnung auf eine Impfung gegen das Zika-Virus. Zwei Impfstoffe werden bereits am Menschen getestet. Erste Ergebnisse gibt es möglicherweise Anfang des kommenden Jahres.

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Wissenschaftler haben erfolgreich drei Zika-Impfstoffe an Affen getestet.

Quelle: Karl-Josef Hildenbrand

Cambridge. Die Hoffnungen auf einen Impfstoff gegen das Zika-Virus haben durch erfolgreiche Affenexperimente Auftrieb bekommen. Wie das US-Wissenschaftsmagazin "Science" in seiner neuen Ausgabe berichtet, wurden drei verschiedene Seren erfolgreich an Rhesusaffen erprobt.

Die Rhesusaffen seien nach den Impfungen komplett gegen das Virus geschützt gewesen, sagte der Studienleiter Dan Barouch von der Medizinischen Fakultät der Harvard-Universität. Die Experimente beförderten "unseren Optimismus, einen sicheren und effektiven Impfschutz für Menschen entwickeln zu können".

Das Zika-Virus ist derzeit vor allem in Lateinamerika, der Karibik und dem US-Bundesstaat Florida verbreitet. Es wird von Mücken und in seltenen Fällen auch durch Geschlechtsverkehr übertragen.

In der Regel ist die Krankheit zwar ungefährlich. Bei Schwangeren kann sie jedoch dazu führen, dass ihre Babys mit Mikrozephalie geboren werden. In diesem Fall haben die Kinder einen ungewöhnlich kleinen Kopf, was zu schweren Entwicklungsproblemen führen kann.

Keine Nebenwirkungen beobachtet

Einer der jetzt getesteten Impfstoffe wurde dem Bericht zufolge am Walter-Reed-Institut der US-Armee entwickelt, die beiden anderen an der Harvard-Universität. Bei den Affen seien keine Nebenwirkungen beobachtet worden. Der Impfstoff soll nun noch in diesem Jahr an Menschen getestet werden.

Auch Sarah Gilbert, Impfforscherin an der britischen Oxford-Universität, bewertete die Affenexperimente als "wichtigen Schritt in der Entwicklung einer Zika-Impfung". Gilbert, die selber nicht an der Entwicklung der drei Seren beteiligt war, riet jedoch zu Vorsicht bei der Anwendung bei Menschen.

Zwei Impfstoffen am Menschen getestet

Es sei bekannt, dass beim mit Zika eng verwandten Dengue-Fieber die Immunisierung gegen eine Variante des Virus dazu führen könne, dass die Infektion mit einer anderen Variante weitaus gravierendere Folgen als gewöhnlich habe, warnte Gilbert. Insofern müsse darauf geachtet werden, dass eine Zika-Impfung nicht dazu führe, dass die Menschen anfälliger für schwere Dengue-Infektionen würden, die tödlich enden könnten.

Zwei weitere Impfstoffe befinden sich bereits in der Testphase mit menschlichen Probanden: Seit vergangenem Monat wird ein gemeinsam von dem US-Unternehmen Inovio Pharmaceuticals und der südkoreanischen Firma GeneOne Life Sciences entwickelter Impfstoff in Kanada und Philadelphia getestet. Seit Dienstag erhalten 80 Freiwillige in den USA einen vom Institut für Allergien und Infektionskrankheiten (NIAID) entwickeltes Vakzin. Erste Ergebnisse werden nicht vor Januar erwartet.

afp/RND

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