Volltextsuche über das Angebot:

22 ° / 17 ° Regenschauer

Navigation:
Ebola-Ausbruch: Keine Reisewarnung für Kongo

WHO Ebola-Ausbruch: Keine Reisewarnung für Kongo

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sieht auch nach dem bestätigten Ebola-Fall im Kongo noch keinen Anlass für Reise- oder Handelsbeschränkungen. Der jüngste Ausbruch der gefährlichen Infektionskrankheit in dem afrikanischen Land scheine sich auf eine abgelegene Gegend zu beschränken.

Goma -1.658501 29.2204548
Google Map of -1.658501,29.2204548
Goma Mehr Infos
Nächster Artikel
14-Jähriger erhält seinen Uni-Abschluss

Eine mikroskopische Aufnahme des Ebola-Virus.

Quelle: AP

Goma. Am Freitag hatten die WHO und die Behörden des Landes bestätigt, dass es seit 22. April insgesamt neun Ebola-Verdachtsfälle in der nordöstlichen Provinz Bas-Uélé gab. Drei Menschen seien bereits an den Folgen eines hämorrhagischen – also mit Blutungen einhergehenden – Fiebers gestorben. Sechs lägen noch im Krankenhaus. Bei einer getesteten Person sei das Ebola-Virus bereits im Labor nachgewiesen worden.

Bei dem Virus handele es sich um den Subtyp Zaire. Die WHO sendet ein Expertenteam in das betroffene Gebiet, um die Lage zu untersuchen. Der kongolesische Gesundheitsminister Oly Ilunga Kalenga forderte am Freitag die Menschen auf, nicht in Panik zu verfallen. Die Behörden täten alles nötige, um die Epidemie im Bezirk Likati einzudämmen. „Das ist die achte Ebola-Epidemie im Kongo, sie wird die Bevölkerung nicht erschüttern.“

Bei der letzten Epidemie starben 49 Menschen

Das Ebola-Virus war 1976 im Kongo entdeckt worden. Während der letzten Epidemie in dem Land im Jahr 2014 starben 49 Menschen. Dem bislang größten Ebola-Ausbruch überhaupt fielen in den westafrikanischen Staaten Liberia, Guinea und Sierra Leone 2014 bis 2015 mehr als 11 000 Menschen zum Opfer. Die WHO war seinerzeit mit ihrem Krisenmanagement in die Kritik geraten.

Das Ebola-Virus gehört zu den gefährlichsten Krankheitserregern der Welt, nach WHO-Angaben sterben 25 bis 90 Prozent der Patienten. Der Erreger lässt sich im Blut, Urin und Rachensekret nachweisen. Ein Impfstoff wird derzeit noch getestet.

Von RND/dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Die Debatte wurde beendet
Die Debatte zu diesem Artikel ist beendet. Auf HAZ.de können Sie die Themen des Tages diskutieren – hier finden Sie die aktuellen und vergangenen Themen im Überblick.
Mehr aus Wissen
Augenblicke: Bilder aus Hannover und der Welt

Klicken Sie sich durch spektakuläre Fotos – ausgewählt von der HAZ-Redaktion.

  • Bauen & Wohnen

    Jeden Samstag neu: Tipps und Trends zu Haus und Garten, Bauen, Renovieren, Architektur und Wohnen. mehr

  • Auto & Verkehr

    Lesen Sie jeden Samstag Fahrberichte und Tipps für Autofahrer. Täglich aktuell: die Verkehrslage in und um Hannover. mehr