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Bewegung hält klug

Langzeitstudie Bewegung hält klug

Wer sich nicht bewegt, wird schneller alt. Das gilt nicht nur für die körperliche Fitness, sondern auch für das menschliche Gehirn. Anders gesagt: Wer sich nicht bewegt, wird schneller dumm. Das zeigt eine Langzeitstudie.

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Verblüffende Studie: Wer sich nicht bewegt, wird schneller dumm. Das sollte diesen Teilnehmern eines Marathonlaufs nicht passieren.

Quelle: Boris Roessler/dpa

Berlin. Für eine Langzeitstudie der Universität Boston wurde auf dem Laufband die Kondition von rund 1100 Probanden im Alter von Anfang 40 überprüft. 20 Jahre später wurden die Testpersonen erneut ins Fitnesslabor gebeten. Als 60-Jährige mussten sie nun nicht nur joggen und schwitzen – mittels MRT wurde auch ihr Gehirn gemessen. Dass das Gehirn im Alter schrumpft, ist ein unaufhaltsamer Prozess. Doch jetzt kommt heraus: Bei manchen Menschen schrumpft es schneller als bei anderen.

Gehirnjogging bekommt ganz neue Bedeutung

Wie das Team um die Medizinerin Nicole Spartano herausgefunden hat, gibt es dabei einen Zusammenhang zwischen körperlicher Bewegung und geistiger Fitness. Wer in mittleren Jahren nur auf dem Sofa gammelt, hat Jahrzehnte später weniger im Kopf. Die Studie dreht das Sprichwort "Was man nicht im Kopf hat, muss man in den Beinen haben" um: Wer nichts in den Beinen hat, bekommt früher Probleme mit seinem Kopf. Da bekommt der Begriff Gehirnjogging eine ganz neue Bedeutung.

Doch wie ist das Phänomen medizinisch zu erklären? Studienleiterin Spartano nimmt an, dass der Zusammenhang zwischen körperlicher Fitness und Gehirnalterung damit zu tun hat, dass bei weniger fitten Menschen Blutdruck und Puls oft schon bei geringer körperlicher Belastung stark ansteigen. Das kann sich nachteilig auf das Gehirn auswirken.

Jeder Gang macht schlank – und klug

Wer es schon als Höchstmaß körperlicher Anstrengung sieht, einigermaßen elegant aufs Sofa zu plumpsen, sollte nun noch einmal nachdenken – so lange das noch geht. Zumindest der Gang zum Kühlschrank sollte eigenständig absolviert und nicht an Familienmitglieder delegiert werden. Das Hirn wird es danken.

Von Jan Sternberg

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