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Schlechter Schlaf durch WhatsApp und Co.?

Mediziner warnen Schlechter Schlaf durch WhatsApp und Co.?

Hier noch eine Nachricht an die Freundin, da noch kurz eine Antwort auf die Frage des Chefs: Wer nicht richtig abschalten kann, der schläft auch schlechter, sagen Experten. Sie sorgen sich um die Gesundheit von Arbeitnehmern und Jugendlichen.

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Generation "always on": Jugendliche könnten kaum noch abschalten, deshalb würden sie auch schlechter schlafen, warnen Mediziner.

Quelle: Ingo Wagner/dpa

Mainz. Morgens, mittags, abends und auch nachts verfügbar: Soziale Netzwerke im Internet und Smartphones tragen nach Ansicht von Experten zu Schlafstörungen bei. Denn für Freunde und auch im Beruf seien wir stets erreichbar, sagte der Psychologe Hans-Günter Weeß am Donnerstag mit Blick auf die steigende Nutzung von Smartphones und Tablets. Dies mache es den Menschen schwer, abzuschalten.

Selbst im Bett noch online

Aktuelle Studien mit Jugendlichen belegten, dass hoher Medienkonsum sie weniger ausgeruht und leistungsfähig mache. Vor allem die abendliche und nächtliche Smartphone-Nutzung sei problematisch, sagte Manfred Betz vom Institut für Gesundheitsförderung und -forschung (IGFF).

"Die Mehrzahl der Jugendlichen hat ihr Smartphone am Bett. Über die letzte Onlinezeit bei WhatsApp konnte gezeigt werden, dass viele bis weit nach Mitternacht noch mit ihrem Smartphone aktiv waren." Jugendliche, die ihr Handy noch im Bett nutzten, schliefen weniger und schlechter. Das schade auch der Gesundheit.

Schlafmangel steigert Experten zufolge unter anderem das Herz-Kreislauf- und das Diabetes-Risiko. In Deutschland können den Angaben nach rund sechs Prozent der Bevölkerung nicht richtig ein- oder durchschlafen und benötigen eine Behandlung.

Fachleute beraten sich

Bis zum Samstag treffen sich rund 2000 Mediziner und Wissenschaftler zur Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin in Mainz. Titel der Tagung: "Die schlaflose Gesellschaft". Ein Ziel der Gesellschaft ist es, Hausärzte intensiver als bisher in die Schlafmedizin einzuarbeiten, um die Versorgung der Patienten zu verbessern.

Von Katharina Hölter

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