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Fast jeder Zehnte leidet an Depression

Weltgesundheitsorganisation WHO Fast jeder Zehnte leidet an Depression

Depression und Angststörungen sind weiter verbreitet, als man vielleicht vermutet. Einem WHO-Bericht zufolge leidet weltweit jeder Zehnte an der Krankheit. Das hat nicht nur Auswirkungen für die Betroffenen, sondern auch für die Weltwirtschaft.

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Angststörungen und Depressionen sind weit verbreitet.

Quelle: dpa (Symbolbild)

Genf. Fast jeder zehnte Mensch weltweit leidet nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO an einer Depression oder starken Angstzuständen. Die Zahl der Betroffenen ist in den vergangenen Jahrzehnten stark angestiegen.

Die UN-Organisation berechnete, dass diese psychischen Gesundheitsprobleme der Weltwirtschaft jährlich Kosten in Höhe von rund 900 Milliarden Euro verursachen - vor allem durch Fehlzeiten und Produktionsausfälle. Investitionen zur Hilfe Erkrankter hätten daher nicht nur gesundheitliche, sondern auch deutliche wirtschaftliche Vorteile, heißt es in der am Mittwoch in Genf veröffentlichten Studie. Ein investierter Dollar, um Depressiven und Angstpatienten zu helfen, bringe einen Nutzen von vier Dollar wegen verbesserter Gesundheit und höherer Arbeitsfähigkeit ein.

Behandlungsbedarf in Krisengebieten besonders hoch

Humanitäre Katastrophen und Konflikte auf der ganzen Welt würden den Bedarf nach einer Ausweitung von Behandlungen weiter erhöhen, sagte WHO-Generaldirektorin Margaret Chan. Die Studie ist im Journal "The Lancet Psychiatry" veröffentlicht.

Auch in Hannover ist die Krankheit verbreitet: Mehr als jeder zwanzigste Berufstätige nimmt hier Antidepressiva. Das geht aus einer Erhebung der Techniker Krankenkasse hervor. Auf jeden Erwerbstätigen Hannoveraner pro Jahr entfällt ein Krankheitstag wegen einer Depression. Damit liegen Stadt und Region knapp über dem Landes- und knapp unter dem Bundesschnitt.

Das Thema Despression wird in Deutschland mit einer größeren Sensibilität behandelt als noch vor vielen Jahren. Ein Grund dafür ist nach Ansicht einer Langzeitstudie der Suizid von Nationaltorwart Robert Enke, der sich 2009 in Neustadt das Leben nahm. 

iro/dpa

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