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Feuerwehren geht der Nachwuchs aus

Kameraden gesucht Feuerwehren geht der Nachwuchs aus

Strukturschwache Regionen kämpfen um die Aufrechterhaltung des Brandschutzes, denn den Freiwilligen Feuerwehren fehlt es an Mitgliedern.

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Zwei Drittel aller Feuerwehreinsätze werden in Deutschland von Ehrenamtlichen absolviert.

Quelle: dpa

Berlin. Zwei Drittel aller Feuerwehreinsätze werden bundesweit von Freiwilligen bewältigt. Mehr als eine Million Männer und Frauen sind in ganz Deutschland ehrenamtlich in den insgesamt 23.000 Freiwilligen Feuerwehren aktiv. Dem gegenüber stehen hundert Berufsfeuerwehren mit 30.000 Feuerwehrleuten. Doch in vielen Städten und Gemeinden herrscht Nachwuchsmangel bei den Freiwilligen Feuerwehren. Besonders in ländlichen und strukturschwachen Gebieten kämpfen diese darum, die Einsatzfähigkeit auch auf lange Sicht weiterhin gewährleisten zu können.

Der Deutsche Feuerwehrverband (DFV) und der Deutsche Städte- und Gemeindebunde (DStGB) forderten im Frühjahr eine bundesweite Imagekampagne. Es müsse allen bewusst sein, dass ohne Freiwillige Feuerwehren der Brandschutz nicht sichergestellt werden könne, sagte DFV-Präsident Hartmut Ziebs. Konkret schlagen die Verbände vor, das Tätigkeitsprofil der Feuerwehren noch bekannter zu machen und dafür Kitas und Schulen stärker einzubinden.

Dienst in der Feuerwehr: soziale und persönliche Vorteile

Der DFV betont, dass der Dienst in der Feuerwehr junge Menschen auch wertvolle Qualifikationen für ihre berufliche Zukunft mitgebe. Dazu gehörten neben sozialen Kompetenzen auch spezifische Qualifikationen, etwa in den Bereichen Sicherheit, Umwelt oder Mechanik.

Der DFV macht sich außerdem stark für die Integration von Migranten. Zahlreiche Landesfeuerwehrverbände engagieren sich außerdem im Projekt „Zusammenhalt durch Teilhabe“. „Integration funktioniert dann besonders gut, wenn die zu uns gekommenen Menschen durch ihr Engagement zum Zusammenhalt der Gesellschaft beitragen können. Die Mitarbeit in den Feuerwehren kann Sinn stiften und den Anschluss an die Gemeinschaft vor Ort erleichtern“, sagt Ziebs.

Die Idee von Pflichtfeuerwehren wird bei Feuerwehrverbänden eher kritisch eingeschätzt. Wenn es nicht gelinge, auf freiwilliger Basis Feuerwehren zu erhalten, werde dies bei verpflichteten Feuerwehrangehörigen erst recht schwierig, heißt es. In Schleswig-Holstein und in Mecklenburg-Vorpommern gibt es bereits Orte, in denen mangels Ehrenmatlicher Bürger zum Feuerwehrdienst verpflichtet wurden.

Von RND

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