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14:42 04.10.2016
Bildliche Darstellung von Gravitationswellen.  Quelle: CALTECH-JPL
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Hannover

 2007 hatte zuletzt mit Peter Grünberg ein deutscher Forscher den Nobelpreis für Physik bekommen. Neun Jahre später hatten sich Wissenschaftler aus Hannover und Potsdam Chancen für die Auszeichnung ausgerechnet. Gemeinsam mit Forschern in Washington und dem Ligo-Observatorium hatten sie im Februar 2016 den ersten direkten Nachweis von Gravitationswellen verkündet.

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Der wissenschaftliche Mitarbeiter Emil Schreiber optimiert ein Teilsystem im Gravitationswellendetektor GEO600 in Ruthe. 

Gravitationswellen sind eine Vorhersage von Albert Einsteins Allgemeiner Relativitätstheorie. Ihre Entdeckung ein Jahrhundert nach Einsteins Prognose öffnet ein neues Beobachtungsfenster ins Universum – und kommt, zumindest für Astronomen und Physiker, einer Jahrhundertsensation gleich.

Was sind Gravitationswellen?

Ein Nobelpreis für das Ligo-Observatorium und die maßgeblich an den Forschungen beteiligten Physiker der Leibniz Universität Hannover sowie des Albert-Einstein-Instituts in Potsdam schien, so spekulierten viele, die klare Folge.

„Natürlich gibt es dafür einen Nobelpreis“

Doch die Jury entschied anders: Die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften in Stockholm zeichnete drei britische Forscher für theoretische Arbeiten zum Zustand von Materie mit dem Physik-Nobelpreis aus. Die Gravitationswellenforscher gingen dagegen leer aus.

In Potsdam und Hannover hält sich die Enttäuschung in Grenzen. Die Begründung für die Zuversicht liegt in den Formalien: Die Forscher haben in diesem Jahr den Stichtag für die Nominierungen verpasst.

Der Blick geht nun nach vorn. 2017 soll das Jahr der Gravitationswellenforscher werden. „Natürlich gibt es dafür einen Nobelpreis, da geht gar kein Weg dran vorbei, aber eben noch nicht in diesem Jahr“, sagte Karsten Danzmann, Direktor des Max-Planck-Instituts für Gravitationsphysik, nach der Bekanntgabe der diesjährigen Preisträger.

Von zys/dpa/RND

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