Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Wissen Forscher aus Hannover untersuchen Antarktis
Nachrichten Wissen Forscher aus Hannover untersuchen Antarktis
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:36 14.01.2016
Extreme Arbeitsbedingungen erwartet die  Forscher der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe in der Antarktis. Quelle: dpa
Anzeige
Hannover

Forscher der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe in Hannover sind zu einer Antarktis-Expedition aufgebrochen, um nach neuen geologischen Spuren der Entstehung des vereisten Kontinents zu suchen. Rund 1700 Kilometer vom Südpol entfernt haben die Expeditionsteilnehmer inzwischen auf über 1000 Meter Höhe auf den im Eis isolierten Felsen ihre Arbeit aufgenommen, teilte die Bundesanstalt in Hannover mit.

Mit dabei sind Forscher aus Schweden, Italien und Australien. Es handelt sich um die elfte deutsche Antarktis-Expedition seit 1979. Über ein Expeditionstagebuch geben die Experten Einblick in ihre extremen Arbeitsbedingungen. So sind sie für Messungen und Gesteinsproben zu Fuß in äußerst unwegsamen Gelände mit Steigeisen unterwegs, zunächst absolvierten sie ein Survivaltraining. Heftige Schneestürme mit Windgeschwindigkeiten bis zu 110 Stundenkilometern erforderten ein zusätzliches Absichern der Zelte.

Für Messflüge werden, wenn sich der Sturm gelegt hat, aber auch Hubschrauber eingesetzt. Parallel zu den Erkundungen wird eine einige hundert Kilometer weiter südlich gelegene Antarktis-Station der Bundesanstalt modernisiert.

Auf den Spuren von Gondwana

Bei ihren Arbeiten suchen die Forscher nach Spuren, mit denen sich das Entstehen und das Auseinanderbrechen des Großkontinents Gondwana, dessen Kernstück die Antarktis bis vor etwa 180 Millionen Jahren war, zurückverfolgen lassen.

Im Laufe dieses Zerfalls lösten sich Afrika, Indien, Australien, Neuseeland und Südamerika von der Antarktis ab. Das führte zur isolierten Position des Kontinents am Südpol. Die direkte Folge dieser Isolation ist die Entwicklung der heutigen Ozeanströmungssysteme, die um die Antarktis zirkulieren und die entscheidenden Einfluss auf das globale Klima haben.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Immer mehr Insektizide, immer weniger Lebensraum: Die Zahl der Insekten ist laut Wissenschaftlern auf einem besorgniserrengenden Rückgang.

13.01.2016

Wollten Sie schon immer mal ins All reisen? Seitdem die bemannte US-Raumfahrt den Roten Planeten ins Visier genommen hat, sind viele Menschen neu beflügelt. Jetzt läuft die Bewerbungsrunde für die nächste Astronautengeneration.

12.01.2016

Außergewöhnlicher Fund in Brandenburg: Bei Bauarbeiten in einem Neubaugebiet in Zossen wurde ein womöglich 5000 Jahre altes Werkzeug entdeckt. Das Steinbeil stammt vermutlich aus der Jungsteinzeit.

12.01.2016
Anzeige