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13:39 11.01.2016
Makrele (Bild), Kabeljau und andere Speisefische aus Nord- und Ostsee fressen im Meer schwimmende Plastikreste. Quelle: Jens Büttner/dpa
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Bremerhaven

Makrele, Kabeljau und andere Speisefische aus Nord- und Ostsee fressen im Meer schwimmende Plastikreste. In ihnen und in Meeresschnecken haben Forscher vom Alfred-Wegener-Institut (AWI) in Bremerhaven nur wenige Millimeter große Kunststoffteilchen nachgewiesen. Die zwei neuen Studien zeigten, dass sogenanntes Mikroplastik nicht nur eine Gefahr für Seevögel, Wale und Lebewesen am Meeresboden darstelle, teilten die Wissenschaftler am Montag mit.

Auswirkung auf Menschen schwer abschätzbar

Ob die Plastikreste auch Auswirkungen auf Menschen haben, wenn sie diese Fische verzehren, ist nach Angaben der Biologen schwer abzuschätzen. Die Forschung stehe noch ganz am Anfang.

In der Fisch-Studie haben die Wissenschaftler 290 Makrelen, Flundern, Heringen, Dorschen und Klieschen aus der Nord- und Ostsee untersucht. Dabei stellten die Wissenschaftler fest, dass Makrelen weit mehr Plastikteilchen aufnehmen als andere Fischarten. "Vermutlich haben die Fische sie für Beute gehalten", sagt AWI-Biologe und Studienleiter Dr. Gunnar Gerdts.

dpa/are

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