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Keine Reste mehr in der Shampooflasche

Entwicklung von Forschern Keine Reste mehr in der Shampooflasche

Forscher arbeiten an Shampooflaschen, aus denen auch der letzte Rest heraustropft. Damit würden sie nicht nur vielen Verbrauchern eine Freude machen.

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US-Forscher haben die Lösung für ein lästiges Alltagsproblem gefunden: eine selbstentleerende Shampooflasche (Symbolbild).

Quelle: Patrick Pleul/dpa/Symbolbild

Hannover. Man kann sie auf den Kopf stellen, schütteln, drücken – die letzten zwei, drei Portionen lassen sich Shampooflaschen einfach nicht abtrotzen. Gewitzte Hersteller bieten längst Halterungen an, die an der Duschwand befestigt werden und die Flaschen kopfüber fixieren. Das Gelbe vom Ei ist aber auch das nicht – die Serviceredaktion des NDR hat mal ermittelt, dass in Flaschen und Tuben bis zu einem Drittel des Inhalts zurückbleibt.

Ein nicht genannter Shampoo-Hersteller hat jetzt amerikanische Forscher damit beauftragt, diesem Elend ein Ende zu setzen. Und tatsächlich ist es einem Team an der Ohio State University gelungen, die optimale selbstentleerende Flasche zu schaffen. Das Zauberwort heißt Nano­partikel: Diese winzigen, Y-förmigen Teilchen werden mithilfe eines Lösungsmittels in die Plastikinnenfläche der Flasche eingebracht und verschmelzen dort zu einer ebenso glatten wie harten Schicht.

Zig Millionen Flaschen mit Shampooresten

Zwischen den Armen der Y-Elemente bilden sich mikroskopisch kleine Luftkissen, auf denen die Seifenflüssigkeit ungehindert gen Flaschenöffnung gleitet. "Es ist nur auf den ersten Blick ein Luxusproblem, das wir gelöst haben, denn jedes Jahr werden zig Millionen Flaschen in den Müll geworfen, in denen noch Reste sind", sagt Professor Bharat Bushan vom Forschungsteam.

Die neue Technik könnte nicht nur Müll reduzieren helfen. Auch das Recycling der Kunststoffbehälter würde erleichtert, denn um das Polypropylen, aus dem sie gefertigt sind, wiederverwerten zu können, müssen sie blitzblank gewaschen sein. Je einfacher das geht, desto weniger Wasser wird benötigt.

Zudem ließe sich die neue Oberfläche auch für andere Gegenstände nutzen, an denen möglichst nichts haften bleiben soll, etwa medizinisches Zubehör. Die Wissenschaftler haben ihre Entwicklung bereits als Patent angemeldet – eines Tages wird ihnen manch warmer Gedanke von Menschen unter der Dusche zufliegen.

Von Stefanie Gollasch/RND

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