Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Wissen Seltene Zwillingsgeburt im Frankfurter Zoo
Nachrichten Wissen Seltene Zwillingsgeburt im Frankfurter Zoo
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:57 17.09.2015
Dian mit ihren Babys: Zwillingsgeburten sind bei Gorillas äußerst selten. Quelle: Winfried Faust/dpa
Anzeige
Frankfurt/Main

Der Frankfurter Zoo freut sich über Zwillingsnachwuchs bei seinen Gorillas. Die 26-jährige Dian habe die beiden Kleinen am Dienstagmorgen problemlos in der Schlafbox zur Welt gebracht. "Alle Familienmitglieder waren bei der Geburt dabei", sagte Zoodirektor Manfred Niekisch am Mittwoch. Dian habe schnell gelernt, mit beiden Babys auf dem Arm umherzulaufen. Allen gehe es gut – eines der Neugeborenen sei aber deutlich kleiner und schwächer als das andere.

"Zwillingsgeburten sind bei Gorillas äußerst selten", sagte Niekisch. Die letzte in einem deutschen Zoo liege fast 50 Jahre zurück und sei 1967 auch in Frankfurt gewesen. Das Geschlecht der neugeborenen Gorilla-Zwillinge ist noch nicht bekannt, da Mutter Dian sie ganz eng am Körper hält. Im Frankfurter Affenhaus Borgori-Wald leben fünf erwachsene Gorillas – neben Silberrücken-Mann Viatu vier Weibchen – sowie zwei Jungtiere.

Zuletzt sind zwei Babys gestorben

Die beiden kleinen Westlichen Flachlandgorillas hätten ein geschätztes Gewicht von je 1200 bis 1300 Gramm – "also im ganz normalen Bereich", sagte Niekisch. Dian hat bereits Erfahrungen als Mutter – vor fünf Jahren brachte sie Sohn Quembo zur Welt. Dass sie jetzt wieder schwanger war, war laut Niekisch nicht klar: "Wir haben es gehofft, aber wir waren nicht sicher." Anzusehen sei es ihr nicht gewesen.

Die Freude in Frankfurt ist umso größer, da in den vergangenen zwei Jahren zwei Gorillababys gestorben waren. Erst im Juli starb ein Jungtier eine Woche nach seiner Geburt. Mutter Shira (11) trug es tagelang mit sich herum. Die Geburt und die ersten Tage des Babys waren nach Angaben des Zoos völlig problemlos verlaufen, die Todesursache ließ sich Niekisch zufolge nicht mehr feststellen.

Shira hatte 2013 schon ihr erstes Kind ein halbes Jahr nach der Geburt verloren, weil damals eine Darminfektion in der Frankfurter Gorilla-Gruppe grassierte. Das Jungtier war daran gestorben.

Von Sabine Ränsch

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Lernen am Computer hat seine Grenzen: Wie eine Pisa-Studie der OECD ergeben hat, sollten Schüler nicht zu viel Zeit am Rechner verbringen. Ab einem bestimmten Punkt führt der Unterricht am Computer sogar zu Misserfolgen.

15.09.2015
Wissen Forscher sind erstaunt - Neue Spinnenart beißt beim Sex zu

Ihre Beine haben eine Spannweite von bis zu zehn Zentimetern, am Ende finden sich einzigartige Borstenbüschel: Wissenschaftler aus Frankfurt haben gleich vier neue Arten der Riesenkrabbenspinnen entdeckt. Für Spekulationen sorgen Bissspuren auf den Rücken der Weibchen.

15.09.2015
Wissen UN-Studie beklagt Bodenzerstörung - "Wir graben uns selber das Wasser ab"

Die Vereinten Nationen schlagen Alarm: Intensive Landwirtschaft und die zunehmende Verstädterung zerstören immer mehr ökologisch wertvolle Flächen. Die Kosten sind gewaltig.

15.09.2015
Anzeige