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Grippewelle erreicht neuen Höhepunkt

Viele Schulkinder betroffen Grippewelle erreicht neuen Höhepunkt

Die Grippe breitet sich in Deutschland weiter aus. Mehr als 6000 Fälle wurden allein in der letzten Woche bestätigt – so viele wie noch nie in diesem Jahr. Und die Zahlen könnten weiter steigen: Derzeit breitet sich das Virus vor allem in Schulen aus.

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Influenza beginnt meist abrupt mit Kopf- und Gliederschmerzen oder Fieber, bevor Halsschmerzen oder Husten einsetzen.

Quelle: dpa

Berlin. In den Klassenzimmern ist beim Niesen und Husten jetzt Vorsicht geboten: Nachdem Grippeviren in diesem Winter zunächst vor allem Menschen zwischen 15 und 59 zu schaffen machten, trifft es nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) derzeit vor allem Schulkinder.

Trotz des beginnenden Frühlings zeichnet sich kein Ende der Welle ab: Knapp 6400 bestätigte Fälle wurden dem aktuellen RKI-Wochenbericht zufolge in der vergangenen Meldewoche bekannt, so viele wie noch nie in diesem Jahr.

Mehr als 70 Tote

Damit steigt die Gesamtzahl gemeldeter Fälle in der Saison 2015/16 auf rund 26.200. Nicht einbezogen ist die Dunkelziffer der nicht im Labor bestätigten Fälle.

Die Grippewelle ist in der Region Hannover angekommen. Den besten Schutz gegen die Krankheit bietet eine Impfung, und das Influenza-Virus breitet sich äußerst schnell aus.

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Die aktuelle Grippewelle begann nach RKI-Angaben in der zweiten Januar-Woche. Anfang Februar wurden bereits knapp 3.000 Grippefällen pro Woche registriert. Laut Informationen des Robert Koch-Instituts starben bislang 72 Menschen infolge des Virus.

Bislang dominiere in dieser Saison 2015/2016 das A(H1N1)pdm09-Virus. H1N1 wird genauso übertragen wie andere Viren: durch Tröpfchen beim Niesen oder Sprechen zum Beispiel.

Das Virus könne bei jüngeren Erwachsenen und bei Menschen ohne Vorerkrankungen vermutlich häufiger schwere Krankheitsverläufe verursachen als das Virus, das im Vorjahr verbreitet war, sagte Silke Buda, Influenzaexpertin des Robert Koch-Instituts (RKI), Silke Buda.

So können Sie sich vor den Viren schützen

  • Auf dem Sprung sein: Zum Beispiel das Wartezimmer beim Arzt birgt ein hohes Risiko, sich dort eine Grippe einzufangen. "Da sollte man nicht lange verweilen, weil man von extrem vielen Viren bombardiert wird", rät Wolfgang Kreischer vom Hausärzteverband Berlin und Brandenburg. Deshalb möglichst einen Termin machen, um nicht lange warten zu müssen. 
  • Abstand halten: Nicht nur wer hustet oder niest, versprüht Bazillen. Auch in der ausgeatmeten Luft tummeln sich Erreger. Gerade in der Grippezeit ist also jeder verdächtig - etwa 60 bis 70 Zentimeter groß sollte der Abstand schon sein. Beim Niesen reicht das nicht, betont Kreischer. Dann sind eineinhalb bis zwei Meter geboten. 
  • Sauber bleiben: Händewaschen schützt vor Grippe. Am besten mit warmem Wasser und ausreichend Seife, empfiehlt Kreischer. Außerdem sollte man die Türklinken regelmäßig reinigen.
  • Erreger rausfiltern: In Japan schützen sich viele Menschen mit einem Mundschutz vor Erregern. Wer die Grippeviren etwas weniger auffällig abwehren will, nimmt stattdessen einfach einen Schal. "Das hilft wie ein kleiner Filter", erklärt Kreischer.

dpa/zys

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