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Nachrichten Wissen Gutachten zweifelt Nutzen der Sommerzeit an
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14:38 10.03.2016
Der Nutzen der Zeitumstellung wird angezweifelt. Quelle: dpa
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Berlin/Saarbrücken

Gegner der Sommerzeit erhalten Argumentationshilfe aus der Wissenschaft. Das Büro für Technikfolgen-Abschätzung beim Bundestag (TAB) kommt nach einem Bericht der "Saarbrücker Zeitung" zu dem Ergebnis, dass die erhofften Energieeinsparungen "allenfalls minimal beziehungsweise zu vernachlässigen" seien. Manchen Menschen mache die Zeitumstellung jedoch größere Mühe als bislang angenommen.

Das TAB verwies auf Anfrage darauf, dass die Ergebnisse ihrer Forschung erst nach Freigabe durch den Bundestags-Bildungsausschuss veröffentlicht würden. Der Bericht mit dem Titel "Bilanz der Sommerzeit" soll aber voraussichtlich in der kommenden Woche auf der Tagesordnung des Ausschusses stehen.

Energie-Einsparung ist minimal

Die "Saarbrücker Zeitung" hat den Bericht vorab vorliegen und zitiert daraus, dass die mögliche Energie-Einsparung „allenfalls minimal beziehungsweise zu vernachlässigen“ sei. Man käme auf Einsparungen von lediglich 0,21 Prozent.

Größer als bisher angenommen sei hingegen die Menge der Menschen, denen die Zeitumstellung Probleme bereitet. Vor allem Dauer-Müdigkeit und Konzentrationsprobleme sollen zu den Folgen gehören. Die Experten würden betonen, dass der Anpassungsprozess „selbst binnen vier Wochen nach der Umstellung nur unvollständig beziehungsweise gar nicht“ gelinge. Auch träten „ohnehin zu erwartende Herzinfarkte gehäuft in der ersten Wochenhälfte“ nach der Zeitumstellung auf.

Abschaffung der Zeitumstellung gefordert

Die Umstellung auf die Sommerzeit fällt in diesem Jahr auf den Ostersonntag. In der Nacht vom 26. auf den 27. März wird die Uhr um zwei Uhr morgens eine Stunde vorgestellt. Die Sommerzeit wurde 1980 in Deutschland eingeführt und 1996 europaweit vereinheitlicht. Ziel war es, durch das Vorstellen der Uhr das Tageslicht besser zu nutzen und dadurch Energie zu sparen.

Parteitage von CDU und FDP hatten erst vor wenigen Jahren eine Abschaffung dieser Regelung gefordert. Entsprechende parlamentarische Initiativen waren bislang aber nie von Erfolg gekrönt.

dpa/mat

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