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Hilft Botox bei Borderline-Störung?

Studie der Medizinischen Hochschule Hannover Hilft Botox bei Borderline-Störung?

Botox wirkt gegen Falten. Das ist soweit bekannt. Forscher der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) setzen das Nervengift jetzt aber auf einem ganz anderen Feld ein. Sie wollen Patientinnen mit Borderline-Störung mit dem Wirkstoff behandeln.

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Botulinumtoxin lautet der wissenschaftliche Name von Botox.

Quelle: dpa

Hannover. Dass Botulinumtoxin, so der wissenschaftliche Name, gegen Depressionen und Borderline wirkt, haben Professor Tillmann Krüger von der MHH-Klinik für Psychiatrie, Sozialpsychiatrie und Psychotherapie und Marc Axel Wollmer von der Asklepios Klinik Nord-Ochsenzoll in Hamburg bereits bewiesen. Menschen mit Borderline-Erkrankung leiden unter extremen Stimmungsschwankungen und ausgeprägt negativen Gefühlen. „Botox dämpft negative Emotionen und wirkt dadurch stabilisierend“, erläutert Krüger.

Mit einer umfassenderen Studie wollen die beiden Psychiater dem Phänomen nun genauer auf den Grund gehen. Sie suchen Frauen mit Borderline-Störung im Alter von 18 und 40 Jahren, die über einen Zeitraum von zwölf Wochen mit Botox oder Akupunktur behandelt werden. Da auch Akupunktur als wirksames Verfahren bekannt ist, rechnen die Forscher auch bei diesen Probandinnen mit einer Verbesserung des Befindens. „Botox könnte das bisher einzige zugelassene Medikament gegen Persönlichkeitsstörungen werden“, sagt Krüger (Kontakt über borderline@mh-hannover.de).

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