Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Wissen Hochschulen setzen auf grüne Studiengänge
Nachrichten Wissen Hochschulen setzen auf grüne Studiengänge
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:54 01.08.2011
Das Angebot an Studiengängen im Umweltbereich ist riesig. Diese Studenten haben sich für das Fach Forstwirtschaft entschieden. Quelle: dpa
Anzeige
Greifswald/Braunschweig

Der Ausstieg aus der Atomenergie ist beschlossene Sache. Die Grünen sind in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Umwelt- und Naturschutz bewegen die Bürger. Viele junge Menschen fragen sich, ob sie den Einsatz für die gute Sache nicht zu ihrem Beruf machen können. Warum nicht etwas „Grünes“ studieren? Die Hochschulen bieten genug Auswahl.

„Der Bereich der Studiengänge im Umweltbereich ist riesengroß“, bestätigt Stefan Hatz. „So gibt es gleich mehrere Studienfächer für die sogenannten grünen Berufe, also die, wo man tatsächlich in Gummistiefeln über eine grüne Wiese läuft“, erklärt der Studienberater von der Gesellschaft für Information, Beratung und Therapie an Hochschulen in Greifswald. Dazu gehören zum Beispiel Landschaftsökologie und Land- oder Forstwirtschaft.

Das ist aber nicht alles

Viele Studiengänge ermöglichen Hatz zufolge einen anderen Blickwinkel auf umweltrelevante Themen. Dazu gehörten zum Beispiel technische Studiengänge wie der physikalisch orientierte Bereich der Umweltwissenschaften, wo Studenten unter anderem lernen, wie eine Filteranlage funktioniert.

„Die Umweltforschung ist sehr interdisziplinär angelegt“, erläutert Prof. Müfit Bahadir. Er leitet das Institut für Ökologische und Nachhaltige Chemie und Abfallanalytik an der Universität Braunschweig. Es gebe relevante Studiengänge in den Bereichen Chemie, Ingenieurwesen, Wasser- und Abfallwirtschaft, Materialforschung und im Gesundheitswesen.

Die Universität Hannover zum Beispiel bietet den Bachelor-Studiengang Bau- und Umweltingenieurwesen an. Die Ausbildung ist breit gefächert. Absolventen lernen etwa, computergestützte Hochwasservorhersagen zu machen.

Studenten der Regenerativen Energietechnik an der Fachhochschule Flensburg erwerben zuerst Grundkenntnisse aus dem Maschinenbau und der Elektrotechnik. Dann können sie ihr Wissen in den Bereichen Windenergienutzung, Solarenergie, Geothermie, energetische Biomassenutzung und konventionelle Energietechnik vertiefen.

Die Auswahl an Studiengängen wie diesen ist allerdings so groß, dass Studienanfänger die Qual der Wahl haben. „Man muss sich für eine Richtung entscheiden“, sagt Bahadir, dessen TU Braunschweig Mitglied bei TU9 ist, der Allianz der führenden Technischen Universitäten in Deutschland. Wer eher Spaß an Chemie und Naturwissenschaften hat, sollte in diesen Bereich gehen. Wer eher handwerklich interessiert ist, könne Umweltschutztechnik wählen.

Ein guter erster Schritt zur Orientierung ist nach Ansicht von Hatz die Webseite www.hochschulkompass.de. Wer zum Beispiel „Umwelt“ oder „Bio“ eingibt, bekommt einen Überblick über das Angebot.

kas/dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die neue Satelliten-Generation MTG soll die Wettervorhersagen revolutionieren. Sie besitze ein viel schärferes Auge, Daten könnten schneller und genauer übermittelt werden, sagte der neue Generaldirektor der Europäischen Organisation zur Nutzung von meteorologischen Satelliten (Eumetsat), Alain Ratier, in Darmstadt. Dies spiele auch bei Warnungen vor Stürmen und Gewittern sowie bei der Beobachtung von Waldbränden eine wichtige Rolle.

01.08.2011

Wellen zu laut, Wurst nicht frisch: Der Sommer ist Hauptreisezeit und Hochsaison für Urlauber-Ungemach. Zehntausende Beschwerden kommen jedes Jahr allein bei der Tui an. Wie Deutsche ihren Urlaub bemäkeln.

31.07.2011

Die Ressource kluge Köpfe wird zur heiß begehrten Mangelware in Deutschland. Hunderttausende Euro fließen in die Ausbildung deutscher Wissenschaftler - die dann das Land verlassen. Wer zurück will, stößt seit Jahren auf Hindernisse. Jetzt soll der Bundespräsident helfen.

30.07.2011
Anzeige