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Hochschulen setzen auf grüne Studiengänge

Umweltbereich Hochschulen setzen auf grüne Studiengänge

Die Natur schützen und der Umwelt helfen: Das wollen viele junge Menschen. Die Hochschulen legen immer mehr grüne Studiengänge auf - von Landschaftsökologie bis Ingenieurswesen. Doch für manchen kann das etwas zu viel Naturwissenschaft sein.

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Das Angebot an Studiengängen im Umweltbereich ist riesig. Diese Studenten haben sich für das Fach Forstwirtschaft entschieden.

Quelle: dpa

Greifswald/Braunschweig. Der Ausstieg aus der Atomenergie ist beschlossene Sache. Die Grünen sind in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Umwelt- und Naturschutz bewegen die Bürger. Viele junge Menschen fragen sich, ob sie den Einsatz für die gute Sache nicht zu ihrem Beruf machen können. Warum nicht etwas „Grünes“ studieren? Die Hochschulen bieten genug Auswahl.

„Der Bereich der Studiengänge im Umweltbereich ist riesengroß“, bestätigt Stefan Hatz. „So gibt es gleich mehrere Studienfächer für die sogenannten grünen Berufe, also die, wo man tatsächlich in Gummistiefeln über eine grüne Wiese läuft“, erklärt der Studienberater von der Gesellschaft für Information, Beratung und Therapie an Hochschulen in Greifswald. Dazu gehören zum Beispiel Landschaftsökologie und Land- oder Forstwirtschaft.

Das ist aber nicht alles

Viele Studiengänge ermöglichen Hatz zufolge einen anderen Blickwinkel auf umweltrelevante Themen. Dazu gehörten zum Beispiel technische Studiengänge wie der physikalisch orientierte Bereich der Umweltwissenschaften, wo Studenten unter anderem lernen, wie eine Filteranlage funktioniert.

„Die Umweltforschung ist sehr interdisziplinär angelegt“, erläutert Prof. Müfit Bahadir. Er leitet das Institut für Ökologische und Nachhaltige Chemie und Abfallanalytik an der Universität Braunschweig. Es gebe relevante Studiengänge in den Bereichen Chemie, Ingenieurwesen, Wasser- und Abfallwirtschaft, Materialforschung und im Gesundheitswesen.

Die Universität Hannover zum Beispiel bietet den Bachelor-Studiengang Bau- und Umweltingenieurwesen an. Die Ausbildung ist breit gefächert. Absolventen lernen etwa, computergestützte Hochwasservorhersagen zu machen.

Studenten der Regenerativen Energietechnik an der Fachhochschule Flensburg erwerben zuerst Grundkenntnisse aus dem Maschinenbau und der Elektrotechnik. Dann können sie ihr Wissen in den Bereichen Windenergienutzung, Solarenergie, Geothermie, energetische Biomassenutzung und konventionelle Energietechnik vertiefen.

Die Auswahl an Studiengängen wie diesen ist allerdings so groß, dass Studienanfänger die Qual der Wahl haben. „Man muss sich für eine Richtung entscheiden“, sagt Bahadir, dessen TU Braunschweig Mitglied bei TU9 ist, der Allianz der führenden Technischen Universitäten in Deutschland. Wer eher Spaß an Chemie und Naturwissenschaften hat, sollte in diesen Bereich gehen. Wer eher handwerklich interessiert ist, könne Umweltschutztechnik wählen.

Ein guter erster Schritt zur Orientierung ist nach Ansicht von Hatz die Webseite www.hochschulkompass.de. Wer zum Beispiel „Umwelt“ oder „Bio“ eingibt, bekommt einen Überblick über das Angebot.

kas/dpa

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