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Smarte Technik für den Klimaschutz

Projekt des UN-Klimasekretariats Smarte Technik für den Klimaschutz

Während die Minister auf dem Klimagipfel in Paris über einen Kompromiss streiten, entwickeln Firmen Produkte, mit denen sich der Mensch auf die Folgen der Erderwärmung einstellen kann.

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Das Projekt Lifelink zum Wassermanagement in Kenia und Uganda nutzt Solarenergie statt Dieselpumpen, um Wasser zu fördern und zu verteilen.

Quelle: United Nations

Paris. In Paris ringen die Vertreter der Staaten um einen Klimavertrag. Wesentliche Fragen sind weiterhin offen. Währenddessen wurden Gewinner aus einem Projekt des UN-Klimasekretariats präsentiert – sie bringen den Klimaschutz voran und helfen den Menschen in betroffenen Regionen, ihr Leben an die Erderwärmung anzupassen. Wir stellen sechs Projekte vor:

Wetter

Kleine pazifische Inselstaaten Tonga, Samoa, Vanuatu und Papua-Neuguinea können den Meeresspiegelanstieg und Schäden durch Wirbelstürme nun genauer beobachten. 195 Menschen wurden geschult, um Radarkarten von Küstenlinien und der Vegetation auszuwerten und darauf zu reagieren.

Ackerbau

Landwirte in Uganda sind stark betroffen vom Klimawandel. 100.000 von ihnen erhalten nun per Internet Informationen über die Preise von Getreide und Vieh sowie Wettervorhersagen. Das ermögliche den Landwirten Verluste und Schäden zu reduzieren.

Wasser

Das Projekt Lifelink zum Wassermanagement in Kenia und Uganda nutzt Solarenergie statt Dieselpumpen, um Wasser zu fördern und zu verteilen. Es misst zudem den aktuellen Verbrauch, um Ressourcen zu sparen.

Strom

Das Mobilson-System erzeugt mit Hilfe von Solarenergie Strom in Häusern in den ostafrikanischen Ländern Ruanda und Tansania. Ein System reicht für vier bis fünf LED-Leuchten, ein Radio, einen Fernseher und Ladestationen für zehn Mobiltelefone.

Rohstoffe

Die niederländische Firma Fairphone bezieht die Rohstoffe für ihr Smartphone-Modell aus konfliktfreien Regionen. Außerdem lassen sich einzelne Teile leicht ersetzen, so dass das Handy lange hält. Das rund 530 Euro teure und recycelbare Smartphone ist derzeit vergriffen, so dass die nächsten Bestellungen erst im Januar ausgeliefert werden.

Mobilität

Das weltgrößte Netz an Elektrotankstellen steht in den USA. Mit über 25.000 Ladestationen, die ein Autofahrer per Smartphone-App finden kann, erleichtere das Unternehmen Chargepoint den Umstieg auf Elektrofahrzeuge.

Die 6 Projekte wurden aus den 16 diesjährigen Gewinnern des Wettbewerbs Momentum of Change ausgewählt, die das UN-Klimasekretariat im Oktober vorgestellt hatte. Es dürfe nicht vergessen werden, dass Informationstechnik auch Energie koste und man diese vermindern müsse, sagte der Vorsitzende der European Competitive Telecommunications Association, Hubertus von Roenne. "Derzeit gibt es sieben Milliarden Mobiltelefone, das bedeutet sieben Milliarden Ladegeräte." Auch beim Stromverbrauch der Ladegeräte können noch viel eingespart werden. Diese benötigen selbst dann Strom, wenn sie ohne Mobiltelefone an der Steckdose hängen.

dpa

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FOTO: Raimund Nowak, Chef der Metropolregion Hannover-Braunschweig-Göttingen-Wolfsburg, in einer VW-Attrappe.

Raimund Nowak ist seit 2009 einer von zwei Geschäftsführern der Metropolregion Hannover-Braunschweig-Göttingen-Wolfsburg. Der 60-Jährige warb während der Weltklimakonferenz in Paris für Elektromobilität. Im Gespräch mit Gunnar Menkens gibt er Tipps, wie die Stadt Hannover, aber auch jeder Einzelne, zum Klimaschutz beitragen kann. 

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