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Drohnen eine Gefahr für Passagierflugzeuge

Internationale Luftfahrtverband Drohnen eine Gefahr für Passagierflugzeuge

Tieffliegende Drohnen in der Nähe von Flughäfen stellen eine wachsende Gefahr für Passagierflugzeuge dar. Dieses Fazit ziehen Experten in dem am Montag veröffentlichten Sicherheitsbericht des Internationalen Luftfahrtverbands – Iata.

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Iata-Chef Tony Tyler will privaten Drohnenverkehr beschränken.

Quelle: Julian Stratenschulte/dpa

Singapur. Hobby-Drohnen sind eine "wachsende Bedrohung" für den zivilen Flugverkehr. So lautet eine Einschätzung von Experten im jährlichen Sicherheitsbericht des Internationalen Luftfahrtverbands (Iata), der am Monag erschienen ist.

Piloten von Passagiermaschinen meldeten dem Verband häufig Drohnen an "überraschenden Orten". Besonders in der Nähe von Flughäfen tauchten die Drohnen in geringer Höhe auf und seien ein zunehmendes Problem, sagte Iata-Chef Tony Tyler. "Es lässt sich nicht von der Hand weisen, dass dies ein echtes und wachsendes Problem für die Sicherheit von zivilen Flugzeugen ist."

Umsichtige Regulierung gefordert

Im Vorfeld des Luftfahrtsalons in Singapur machte Tyler vor zahlreichen Branchenvertretern klar, dass auch er "begeistert" sei, wenn er höre, dass Pizza künftig per Drohnen ausgeliefert werden könne. Zugleich wies er aber auf die Nachteile der kleinen Flugobjekte hin. Deshalb sprach sich der Iata-Chef für "umsichtige" Regulierungen aus. Damit könnten diejenigen zur Verantwortung gezogen werden, die andere mit unbemannten Fluggeräten gefährden.

Die Iata sorgt sich nach Angaben ihres Drohnen-Experten Rob Eagles vor allem darum, dass die kleinen Flugobjekte in der Nähe von Flughäfen startende und landende Maschinen behindern könnten. Die von den Hobby-Piloten benutzten Funkfrequenzen störten außerdem die Systeme zur Luftraumüberwachung.

920 Vörfälle allein in den USA

Allein in den USA hatte das Drohnen-Zentrum des Bard-College zwischen Dezember 2013 und September 2015 mehr als 920 Vorfälle mit Drohnen und Flugzeugen verzeichnet. 36 davon seien "nahe einer Kollision" gewesen, heißt es in einer Studie. Die Piloten von 28 Linienflugzeugen hätten ausweichen müssen, um einem Zusammenstoß zu entgehen.

Laut Iata verfügen bisher lediglich 63 von 191 Mitgliedstaaten der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation über Regelungen zum Gebrauch von Drohnen. In fünf Ländern sei der Einsatz verboten. In neun Staaten werden demnach derzeit Regeln ausgearbeitet.

Dem Luftfahrverband Iata gehören 250 Airlines an, die zusammen 83 Prozent der kommerziellen Luftfahrtindustrie weltweit repräsentieren.

afp

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