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Kaffee kann Darmkrebs-Risiko senken

Studie von Medizinern Kaffee kann Darmkrebs-Risiko senken

Mit Koffein oder ohne – Kaffee kann vor Darmkrebs schützen. Diese Erkenntnis liefert eine neue wissenschaftliche Studie. Schon zwei Tassen können das Risiko einer Erkrankung verringern.

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Je höher der Kaffeekonsum, desto geringer sei das Risiko an Darmkrebs zu erkranken, lautet das Ergebnis einer Studie.

Quelle: Tobias Hase

Hannover. Je höher der Kaffeekonsum, desto geringer sei das Risiko, an Darmkrebs zu erkranken, lautet das Ergebnis einer Studie der University of Southern California um den Medizin-Professor Stephen Gruber. Schon zwei Tassen täglich könnten das Darmkrebs-Risiko um 26 Prozent senken. Wer mehr als zweieinhalb Tassen Kaffee pro Tag trinkt, verringere das Risko einer Erkrankung im Vergleich zu Nicht-Kaffeetrinkern sogar um 50 Prozent.

Dabei spielt es offenbar keine Rolle, ob die Probanden klassischen Filterkaffee, Espresso oder die koffeinfreie Variante des Getränks konsumierten. Laut Studienleiter Gruber enthalte jede Form von Kaffee gesundheitsfördernde Inhaltstoffe: Antioxidantien, Melanoidine, Polyphenolen oder Diterpene könnten zur Darmgesundheit beitragen.

Bei der im Fachblatt " Cancer Epidemiology, Biomarkers & Prevention" veröffentlichten Studie untersuchten amerikanische und israelische Wissenschaftler den Kaffeekonsum von 5100 an Darmkrebs erkrankten Männern und Frauen sowie den von 4000 gesunden Probanden. Ferner sollten die Teilnehmer der Studie Angaben zu weiteren Faktoren machen, die eine Darmkrebserkrankung möglicherweise beeinflussen können – Ernährung und Bewegung, Rauchverhalten und die Einnahme von Medikamenten wurden abgefragt. Auch nach der Berücksichtigung dieser Daten blieb ein deutlicher Zusammenhang zwischen Kaffeekonsum und einem geringeren Darmkrebsrisiko bestehen.

Kaffee als Darmkrebs-Vorsorge?

Ob der Kaffeekonsum tatsächlich einen Einfluss auf das Darmkrebsrisiko hat, konnte bisher nicht zweifelsfrei belegt werden. Auch die aktuelle Untersuchung zeigt lediglich einen statistischen Zusammenhang: So ist es beispielsweise denkbar, dass Menschen mit einem ohnehin höheren Erkrankungsrisko aufgrund von Verdauungschwierigkeiten eher auf Kaffee verzichten. Weitere Studien müssten zeigen, ob Kaffee als Darmkrebs-Prohphylaxe empfholen werden könne, so Gruber.

Zuletzt hatten Wissenschaftler einen Zusammenhang zwischen Kaffeekonsum und der neurodegeneratievn Erkrankung Parkinson nachgewiesen. Es gebe neue Belege dafür, dass Koffein und Coffein-ähnliche Substanzen eine schützende Wirkung auf bestimmte Nervenzellen hätten, teilte die Göttinger Universitätsmedizin mit.

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