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Keine befruchteten Eizellen für den Witwer

Urteil in Freiburg Keine befruchteten Eizellen für den Witwer

Ein Mann verlangte von der Uniklinik Freiburg die Herausgabe der befruchteten Eizellen seiner 2010 an Krebs verstorbenen Frau. Seine neue Ehefrau sollte die Zellen austragen und den Kinderwunsch erfüllen. Doch er scheiterte vor Gericht.

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Ein Ehemann hat kein Recht auf die Herausgabe der befruchteten Eizellen seiner verstorbenen Frau.

Quelle: dpa

Freiburg. Ein Ehepaar ließ befruchtete Eizellen einfrieren, um später Kinder haben zu können, doch 2010 starb die Frau. Der Witwer klagte nun gegen die Uniklinik Freiburg auf die Herausgabe der 15 Eizellen. Gemeinsam mit seiner neuen Ehefrau, mit der er seit 2012 verheiratet ist, wollte er sich mit Hilfe der Eizellen einen Kinderwunsch erfüllen. 

Das Landgericht Freiburg hatte in der vorherigen Instanz im Oktober vergangenen Jahres die Klage des Witwers abgewiesen. Der Kläger akzeptierte das Urteil nicht und zog vor das Oberlandesgericht. Dort war der Fall Mitte Mai mündlich verhandelt worden (Az.: 14 U 165/15).

Zellen sollten von zweiter Ehefrau ausgetragen werden

Der Witwer plante, die Zellen von seiner zweiten Ehefrau austragen zu lassen. Dies entspreche sowohl dem Wunsch seiner ersten als auch dem Willen seiner zweiten Frau, sagte er. Die Klinik lehnte dies ab. Das deutsche Embryonenschutzgesetz verbiete die vom Kläger geforderte Herausgabe der Eizellen. Dieses verbiete generell ein Weiterleiten eingefrorener, befruchteter Eizellen an Dritte. Nur die Frau, von der die Eizellen stammen, darf sie zur Schwangerschaft nutzen. Wer dagegen verstößt, kann mit bis zu drei Jahren Gefängnis oder mit einer Geldstrafe belangt werden.

Die Rechtslage sei hier eindeutig, betonte der Richter in der Urteilsbegründung. Nach dem Vertrag, den das Ehepaar und die Klinik geschlossen hatten, sollte eine Herausgabe der Eizellen nur an das Ehepaar gemeinsam erfolgen, sagte der Vorsitzende Richter Bernhard Joos. Daran müsse sich die Klinik halten.

dpa/RND/meh

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