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Lavastrom ließ „Mann im Mond“ entstehen

Studie von Wissenschaftlern Lavastrom ließ „Mann im Mond“ entstehen

Kein Einschlag eines Asteroiden, sondern ein Lavastrom hat den „Mann im Mond“, die dunkle Gesteinsformation auf dem Mond mit dem Aussehen eines Gesichtes, entstehen lassen. Das schreiben Wissenschaftler in einer im Magazin „Nature“ veröffentlichten Studie.

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Die dunklen Formationen auf dem Mond sind nicht durch einen Asteroideneinschlag entstanden, sondern durch Lava.

Quelle: dpa

New York. Die Forscher fanden vielmehr Beweise dafür, dass das riesige Becken durch vulkanische Aktivitäten auf dem Mond geformt wurde.

Bisher gingen viele Wissenschaftler davon aus, dass die außergewöhnliche Formation auf dem Mond durch einen riesigen Brocken aus dem Weltraum gebildet wurde, der auf dem Mond während dessen Anfängen einschlug. Astronomen fanden nun bei der Auswertung von Daten der US-Weltraumbehörde Nasa Überreste von uralten Spalten in der Mondkruste, die einst ein "Magma-Leitungssystem" waren, wie es in der Studie heißt. Dieses System habe vor drei bis vier Milliarden Jahren die Region mit Lava überflutet, die dann zum "Mann im Mond" härtete.

Die Kanäle auf dem Mond wurden dank der Nasa-Mission Grail aus dem Jahr 2012 erkennbar. Wissenschaftler konnten unterschiedlich dicke Stellen in der Mondkruste daraus ablesen und eine Karte dazu erstellen. Das Gebiet des "Mannes im Mond" ist demnach an den Außenbereichen ein Vieleck mit Kanten, die im 120-Grad-Winkel zusammenstehen. Dies gilt als Zeichen für ein Zusammenziehen geschmolzenen Materials, das abkühlte und kristallisierte. Ein Asteroid hätte nach Ansicht der Wissenschaftler hingegen einen elliptischen oder runden Krater geschaffen.

Unklar ist noch die Ursache für das Aufsteigen der Lava, wie Maria Zuber vom Massachusetts Institute of Technology (MIT) erläuterte. Dies sei noch ein "Rätsel". Es könnte ein "radioaktiver Zerfall von hitzeauslösenden Elementen im tiefen Inneren" des Mondes gewesen sein. Theoretisch sei auch ein Gesteins-Einschlag denkbar, aber in diesem Fall wären alle Beweise "völlig ausradiert".

afp

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