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Lieferengpässe bei Impfstoffen

Kinderärzte besorgt Lieferengpässe bei Impfstoffen

Bei zwei Dutzend Impfstoffen zum Schutz vor verschiedenen Krankheiten gibt es derzeit Lieferengpässe. Ärzte schlagen deshalb Alarm: Kinder könnten nicht mehr angemessen versorgt werden.

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Bei zwei Dutzend Impfstoffen zum Schutz vor verschiedenen Krankheiten gibt es derzeit Lieferengpässe.

Quelle: Boris Roessler

Berlin. Betroffen sind etwa Impfstoffe gegen Grippe, Diphtherie, Tetanus oder Polio. Das geht aus einer Aufstellung des Paul-Ehrlich-Institut im Internet hervor, die das Institut am Dienstag mit bestimmten Empfehlungen für Alternativen ergänzt hat. Dennoch widersprach eine Sprecherin des Bundesinstituts einer Warnung von Kinder- und Jugendärzten. Diese hatten beklagt, dass die Bevölkerung nicht mit Basisimpfstoffen versorgt werden könne.

"Bis zum Jahresende werden wir bestimmte Impfstoffe nicht bekommen, etwa den Impfstoff gegen Diphtherie, Keuchhusten und Tetanus", teilte der Verband der Kinder- und Jugendärzte in Köln mit. Weder einheimische Kinder, noch oft ungeimpfte Flüchtlingskinder könnten angemessen versorgt werden. Der Impfstoffmangel müsse zur Chefsache von Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) werden, forderten die Kinder- und Jugendärzte.

Die Institutssprecherin wies den Eindruck zurück, es gebe riskante Lücken. "Einige Impfstoffe fallen derzeit aus, aber nicht der Impfschutz"“, sagte sie. Auch für die Grundimmunisierung der von den Kinder- und Jugendärzten genannten Krankheiten stünden Alternativen zur Verfügung. Mögliche Verzögerungen bei Auffrischungen seien vertretbar. Das Paul-Ehrlich-Institut ist für Impfstoffe zuständig.

dpa

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