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Wissen Mann und Frau: Gar nicht sooo viel anders
Nachrichten Wissen Mann und Frau: Gar nicht sooo viel anders
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00:22 03.12.2015
Die Gehirne von Mann und Frau sind mehr oder weniger gleich – laut einer Studie jedenfalls. Quelle: Jens Kalaene/dpa
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Tel Aviv/Leipzig

Ein Mann, ein Wort. Eine Frau, ein Wörterbuch. Frauen können nicht einparken, Männer nicht zuhören. Solche Klischees halten sich hartnäckig. Gern werden männliche und weibliche Eigenschaften auch biologisch begründet, zum Beispiel mit unterschiedlichen Gehirnen. Eine Studie widerlegt diese These.

Männer und Frauen untersucht

Forscher der Universität Tel Aviv und des Max-Planck-Instituts für Kognitions- und Neurowissenschaften in Leipzig haben 1400 Männer und Frauen unter die Lupe genommen. Mit dem Kernspintomographen haben sie herausgefunden, dass sich das Gehirn nicht einfach in "männlich" oder "weiblich" einteilen lässt. Zwar gibt es Merkmale, die eher bei Männern zu finden sind, und solche, die eher bei Frauen entdeckt wurden. Doch nur 6 Prozent der Probanden weisen durchgängig nur weibliche oder nur männliche Kennzeichen auf.

Zwei Studien – zwei Thesen

Damit könnte das Thema beendet sein. Doch es kommt mal wieder auf die Perspektive an: Erst vor zwei Jahren haben US-Forscher von der University of Pennsylvania die Verdrahtung des Gehirns bei Männern und Frauen genauer untersucht. Ihr Ergebnis: Männer könnten ihre Wahrnehmungen dank ihrer Hirnarchitektur besser in koordinierte Handlungen umsetzen; Frauen dagegen besser analytische und intuitive Informationen miteinander verbinden. Am Ende gibt es für jede These eine Studie – der Streit geht weiter.

Von Josefine Sack

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