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Brutprogramm auf den Galapagosinseln greift

Seltene Riesenschildkröten Brutprogramm auf den Galapagosinseln greift

Auf den Galapagosinseln versuchen Forscher, die Riesenschildkröten vor dem Aussterben zu bewahren. Sie sammeln Eier ein und legen sie in Brutkästen. Erfolgreich - Tausende Tiere sind schon geschlüpft.

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Die wohl berühmteste Schildkröte der Galapagosinseln: Der 2012 verstorbene "Lonesome George".

Quelle: dpa/Archiv

Quito. Mehr als 5000 Riesenschildkröten sind in den vergangenen 50 Jahren auf den Galapagosinseln geschlüpft. Dies sei ein Erfolg für das Brutprogramm auf der Insel Santa Cruz, teilte das Umweltministerium in Ecuador am Mittwoch (Ortszeit) anlässlich des Beginns der diesjährigen Brutsaison mit. Mit dem Programm versucht Ecuador, die Tiere vor dem Aussterben zu bewahren. Die Biologen sammeln jedes Jahr Schildkröteneier ein, die in Brutkästen kommen.

Für 2015 hoffen die Wissenschaftler im Galapagos-Nationalpark, der mehrere Inseln umfasst, etwa 300 Schildkröteneier einzusammeln. Es dauert etwa 60 Tage, bis die Schildkröten schlüpfen. In der freien Natur graben die Tiere mehrere Tage lang eine bis zu 40 Zentimeter tiefe Grube, in die sie ihre Eier ablegen, erklärte das Ministerium. Geschützt werden die Eier mit einer Paste aus Urin und Exkrement.

Temperatur bestimmt das Geschlecht

Studien zufolge bestimmt die Temperatur im Nest das Geschlecht: Bei 29,5 Grad schlüpfen Weibchen, bei 28 Grad Männchen.

Die Galapagos-Inselgruppe im Pazifik etwa 1000 Kilometer westlich von Ecuador ist Welterbe der UN-Organisation Unesco. Es leben dort 15 Unterarten von Riesenschildkröten. Die wohl berühmteste Schildkröte der Inselgruppe ist "Lonesome George". Das Tier wurde 1971 gefunden. Lange galt "Lonesome George" als letzter Vertreter seiner Unterart. Paarungsversuche mit Weibchen einer verwandten Unterart waren gescheitert.

Nach dem Tod von "Lonesome George" an Herzversagen 2012 konnten Forscher jedoch auf den Galapagosinseln verwandte Schildkröten identifizieren. Das New Yorker Naturkundemuseum stellte den einbalsamierten Tierkörper der vermutlich mehr als 100 Jahre alten Schildkröte anschließend aus.

dpa

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