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19:45 11.12.2015
Der US-Amerikaner Kjell Lindgren wird nach der Landung der Raumkapsel in Kasachstan von Helfern in eine Wärmedecke gehüllt und zu einer Sitzgelegenheit getragen. Quelle: EPA/ANDREY SHELEPIN
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Moskau

Nach fast fünf Monaten im All sind drei Astronauten der Internationalen Raumstation ISS wohlbehalten zur Erde zurückgekehrt. Bei frostigen Temperaturen landete die Kapsel mit dem Russen Oleg Kononenko, dem US-Amerikaner Kjell Lindgren und dem Japaner Kimiya Yui am Freitag in der Ex-Sowjetrepublik Kasachstan. Die Männer arbeiteten seit Ende Juli rund 400 Kilometer über der Erde. Eigentlich sollte ihre Mission erst am 22. Dezember enden. Nach dem Absturz eines Raumfrachters im April wurde der Terminplan aber geändert.

Mit den Worten: "Alles eingeladen, Abschied von unseren Teamkollegen und der beeindruckenden International Space Station! Hallo Erde", hatte sich Lindgren kurz vor dem Abflug auf Twitter zu Wort gemeldet und dazu ein Bild veröffentlicht, dass die drei Astronauten sichtlich gut gelaunt - obwohl eng zusammengepfercht - in der Raumkapsel zeigt. Auf der ISS leisten nun ein US-Amerikaner und zwei Russen Dienst. Am 15. Dezember startet eine dreiköpfige Verstärkung ins All.

"Die Besatzung fühlt sich gut", sagte ein Sprecher der Flugleitzentrale bei Moskau nach der Landung um 14.18 Uhr MEZ - sechs Minuten später als geplant. Bilder zeigten, wie die Sojus-Kapsel etwa 120 Kilometer nordöstlich der Stadt Scheskasgan an einem Fallschirm in der verschneiten Steppe in Zentralasien aufsetzte. Rettungskräfte halfen den Männern aus dem knapp drei Tonnen schweren Transporter und flogen sie direkt per Hubschrauber nach Scheskasgan. Wegen des Winterwetters wurden am Landeort diesmal keine Zelte aufgestellt.

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Es war das sechste Mal - und das erste Mal seit November 2012 - dass eine Sojus-Kapsel im Dunkeln landete. Das Bodenpersonal trägt den japanischen Astronauten Kimiya Yui von der Raumkapsel weg.

Nächste Besatzung steht schon bereit

Auf der ISS arbeiten nun noch der US-Amerikaner Scott Kelly sowie die Russen Sergej Wolkow und Michail Kornijenko. Kelly kommentierte die Rückkehr der Kollegen zur Erde mit den Worten: "Sie kamen wie junge Vögel, die kaum fliegen können, im Weltraum an und segeln nun heim als Adler." Kornijenko und Kelly sollen ein ganzes Jahr im Kosmos bleiben und dabei Erkenntnisse sammeln für einen in Zukunft geplanten Flug zum Mars, der länger als ein Jahr dauern würde.

Mit dem für Dienstag vorgesehenen Start von Juri Malentschenko (Russland), Timothy Kopra (USA) und Tim Peake (Großbritannien) vom russischen Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan wird die Crew wieder ihre Soll-Stärke erreichen. Russland ist nach dem Aus für die US-Space-Shuttles das einzige Land, das bemannte Flüge zur Raumstation organisiert.

dpa/caro

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