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Wissen Erdähnlicher Planet in Rekordnähe entdeckt
Nachrichten Wissen Erdähnlicher Planet in Rekordnähe entdeckt
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20:08 24.08.2016
Astronomen haben einen möglicherweise bewohnbaren Planeten entdeckt, der den erdnächsten Stern Proxima Centauri umkreist. Quelle: dpa
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München/London

Forscher haben nach eigenen Angaben den erdnächsten Planeten jenseits unseres Sonnensystems entdeckt. Dort könnten Bedingungen herrschen, die Leben ermöglichen. Doch dahinter stehen noch viele Fragezeichen, wie die Astronomen um Guillem Anglada-Escudé von der Queen Mary Universität in London betonen. Sie sprechen daher von einem "Planeten-Kandidaten". An der Entdeckung waren auch deutsche Wissenschaftler beteiligt.

Milde Temperaturen machen Existenz von Wasser möglich

Der Proxima Centauri b genannte Himmelskörper umkreist den erdnächsten Stern Proxima Centauri und habe in etwa dieselbe Masse wie die Erde. Centauri b umrunde seinen Stern in einer Entfernung, die zumindest theoretisch die Existenz flüssigen Wassers zulasse, berichtete die Wissenschaftlergruppe um Guillem Anglada-Escudé von der Londoner Queen Mary-Universität in der Fachzeitschrift "Nature". 

Das Entscheidende: Der Planet soll sich in der sogenannten habitablen Zone befinden, in der die Temperaturen die Existenz von flüssigem Wasser erlauben – was wiederum als Voraussetzung für Leben angesehen wird. Das ist möglich, obwohl er seinen Stern relativ nah umkreist. Denn Proxima Centauri ist ein roter Zwergstern, der deutlich leichter und dunkler ist als unsere Sonne. Mit ihr verglichen liegt Proximas Masse bei 12 Prozent, die Leuchtkraft bei gerade einmal 0,17 Prozent. Das könnte den rund vier Lichtjahre entfernten Planeten zu einem vielversprechenden Ziel für mögliche künftige Langstrecken-Raumsondenflüge machen.

Könnte der Planet gar Leben beherbergen?

Ob Proxima Centauri b flüssiges Wasser und am Ende womöglich gar Leben beherbergen könnte, hängt nicht zuletzt davon ab, ob er eine geeignete Atmosphäre besitzt. Diese wäre unter anderem nötig, um die enormen Temperaturunterschiede auszugleichen, die entstehen, weil sich der Planet aufgrund seiner geringen Stern-Entfernungwohl in einer "gebundenen Rotation" bewegt – diesem also immer dieselbe Seite zudreht, erklären die Forscher. Während eine Seite erhitzt wird, liegt die Rückseite des Planeten in ewiger Finsternis.

Eine Atmosphäre könnte auch dazu beitragen, ein weiteres potenziell lebensfeindliches Problem zumindest abzumildern: Rote Zwergsterne zeichnen sich durch wiederkehrende Energieausbrüche in Form sogenannter Flares (Leuchtsignale) aus, die sie plötzlich viel heller strahlen lassen. Die Folge ist den Forschern nach eine extreme Ultraviolett- und Röntgenstrahlung, die den Planeten unablässig bombardiert.

Das Team hoffe, dass die Ergebnisse ihrer 16-jährigen Arbeit künftige Generationen inspirierten, erklärte Anglada-Escudé am Mittwoch in London. "Als Nächstes folgt die Suche nach Leben auf Proxima b."

dpa/afp/RND

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