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Nasa-Sonde "Juno" erreicht Jupiter-Umlaufbahn

Wissenschaftler feiern Nasa-Sonde "Juno" erreicht Jupiter-Umlaufbahn

Vor fünf Jahren hatte sich "Juno" auf den Weg gemacht, jetzt hat sie ihr Ziel erreicht: Die Nasa-Sonde ist am Dienstagmorgen in den Jupiter-Orbit eingedrungen. Fans feiern den wissenschaftlichen Erfolg in den sozialen Netzwerken - und selbst Google gratuliert mit einer besonderen Aktion.

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Die rund 3500 Kilogramm schwere Sonde von der Größe eines Basketballfeldes war im August 2011 gestartet.

Quelle: dpa/Juno-Grafik

Washington . Der Riesenplanet Jupiter hat Besuch von der Erde: Nach fast fünfjähriger Reise durch das Sonnensystem ist die unbemannte Nasa-Sonde "Juno" bei dem Gasplaneten angekommen und am Dienstagmorgen erfolgreich in eine stark elliptische Umlaufbahn des Planeten Jupiter eingeschwenkt. Dort soll sich die Sonde dem größten Planeten unseres Sonnensystems bis auf 4667 Kilometer nähern - so nah wie kein ein anderes Raumfahrzeug zuvor.

Radioton sorgt für spontanen Applaus

Schon seit einigen Tagen befand sich Juno im Magnetfeld des Jupiter. Am Dienstagmorgen positionierte sich die unbemannte und hauptsächlich solarbetriebene Sonde mit einem rund halbstündigen Antriebsmanöver im Jupiter-Orbit. Dazu musste sie einen Raketenantrieb zünden, um sich zu verlangsamen und von der Anziehungskraft des Planeten in die Umlaufbahn gezogen zu werden.

Das technisch heikle Manöver glückte offenbar wie vorgesehen: "Wir sind drin", rief der Chefentwickler der US-Raumfahrtbehörde Nasa, Scott Bolton, am Kontrollzentrum in Pasadena. Das Manöver zum Einfädeln der Sonde in die Umlaufbahn sei "das Schwierigste, was die Nasa je gemacht hat".

Per Radiofrequenzton meldete die Sonde das Gelingen der Aktion an das Kontrollzentrum der Nasa im kalifornischen Pasadena - und sorgte dort für Begeisterung.

"Mein Herz hat kurz aufgehört zu schlagen, so nervös war ich", sagte Nasa-Manager Rick Nybakken. "Wir haben zehn Jahre auf diesen Moment hingearbeitet." Der Erfolg des Manövers fühle sich "großartig" an, sagt sein Kollege Geoffrey Yoder. "Es ist phänomenal."

Mission kostet rund eine Milliarde Euro

Die rund 3500 Kilogramm schwere Sonde von der Größe eines Basketballfeldes war im August 2011 vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida gestartet. Bis Februar 2018 soll "Juno" in ihrer rund rund eine Milliarde Euro teuren Mission den Jupiter umkreisen und ihn mit ihren zahlreichen wissenschaftlichen Instrumenten untersuchen.

Die Sonde soll unter anderem den Wassergehalt in der Jupiter-Atmosphäre erforschen. Außerdem erhoffen sich die Forscher von den Daten der Sonde Aufschluss darüber, ob der Gasplanet mit seinen gigantischen Wolkenbändern einen festen Kern aus schweren Elementen besitzt. Mit Hilfe von Juni wollen die Forscher zudem mehr über das extrem starke Magnetfeld des Jupiter erfahren und über den sogenannten Großen Roten Fleck auf der Südhalbkugel des Riesenplaneten - einen gigantischen Sturm größer als die Erde, der seit mehr als 300 Jahren beobachtet wird.

Ein Doodle für "Juno"

Nicht nur die Nasa-Wissenschaftler feiern - auch in den sozialen Netzwerken wird das geglückte Manöver bejubelt. Für spezielle Aufmerksamkeit sorgt auch Google: Die Suchmaschine hat der geglückten Juno-Manöver ein "Doodle" spendiert.

Warten müssen die "Juno"-Fans auf aktuelle Fotos: Die Kamera und alle wissenschaftlichen Instrumente an Bord der Sonde mussten ausgeschaltet werden, um das Einschwenken in die Umlaufbahn nicht unnötig zu gefährden.

zys/RTR/dpa/RND

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